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Drei Millionen Dukaten
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 14.04.2005, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Weste, Anton, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 52, Erschienen: März 2005, Preis: 10,00 Euro


"Drei Millionen Dukaten" ist das 127. DSA-Abenteuer und für drei bis fünf erfahrene Helden geschrieben. Davon sollten ein bis zwei Helden Bezugspunkte zu Aspekten der Gottheit Phex besitzen. Ein paar kampfkräftige Gesellen sind allerdings auch von Nöten - magiebegabte Charaktere dagegen nicht.

Worum geht es? Die aventurische Größe, der Händler Stover Stoerrebandt, plant wegen der zunehmend wackeligen Sicherheitslage im Bornland den Umzug seines Handelsimperiums ins Herz des Mittelreichs, nach Gareth. Da er selbst schon jenseits der 70 ist, muss er sich zudem nach einem geeigneten Nachfolger umsehen. Da kommen einige seiner Nachkommen in Frage. Aber bei einem Millionen-Erbe ist der alte Stoerrebrandt besonders vorsichtig und will den Kandidaten erst einmal auf den Zahn fühlen.

Sein Plan ist listig und aufwändig zugleich. Er heuert die Helden an, um mit ihrer Hilfe den Umzug zu organisieren, auf dem sein eigener Tod vorgetäuscht werden soll. Nur so kann er als graue Eminenz im Hintergrund unbemerkt beobachten. Zum Schluss müssen sich die Kandidaten einem sechsteiligen Test stellen, bevor es zum großen Finale kommt und der Nachfolger erwählt wird. Klar, dass es da so manche Intrige zu durchkreuzen gilt.

Anton Westes Abenteuer ist erfrischend lebendig und schon in der Ausgangsidee originell. Zwar wirken die Charaktere der Stoerrebandt-Verwandtschaft recht plakativ (der gemütliche Dicke, die Flatterhafte, der Verschlagene, die Strebsame...), aber das müssen sie bei einem Abenteuer für Spieler ab 14 Jahren wohl auch sein. Ansonsten gibt es nichts Negatives. Action, Denksport, detektivisches Arbeiten und originelle Szenen (z.B. die Rettung der Raffzahn-Goblins aus den Klauen von Ogern und Orks) wechseln sich ab und machen das Modul zu einem temporeichen und jederzeit fesselnden Abenteuer.

Auch dem Spielleiter wird Einiges geboten. Neben dem Eintauchen in den Stoerrebandt-Clan und seine Geschichte gibt es z.B. eine interessante Einführung in aventurische Währungen.

Das alles ist hervorragend strukturiert und bietet damit dem Spielleiter optimale Übersicht. Das exzellente Layout des 52-seitigen Abenteuers tut dazu sein Übriges und rundet mit den im Schnitt guten Illustrationen das positive Gesamtbild ab.

In diesem Form kann ich das Abenteuer nicht nur allen DSA-Spielern ans Herz legen. Auch für andere Fanatsy-Rollenspielsysteme lohnt sich die Adaption allemal.




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