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Magische Zeiten
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 28.04.2005, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Momo Evers (Hrsg.), Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 491, Erschienen: März 2005, Preis: 15,00 Euro


Phantastisches wird aus dem harten
Fels der Wirklichkeit gemeißelt

Alte Spielleiterweisheit


Die Kneipentür öffnet sich, am Tresen stehen ein Araber, ein Wikinger, ein Musketier, dazu noch ein Spitzohriger und ein Kleinwüchsiger. Wenn sich jetzt niemand wundert, ist die Sache klar.
Wir befinden uns in Aventurien, der Welt des Rollenspielsystems "Das Schwarze Auge". Es ist eine faszinierende Welt, die da vor 20 Jahren das Licht der Realität erblickte, bietet sie doch eine ungeheure Vielfalt an Kulturen, Regionen und magischen Geheimnissen. Durch ihre gewachsene Komplexität und Spieltiefe hebt sie sich deutlich von der Masse anderer Spielsysteme ab.

Mit dem Taschenbuch "Magische Zeiten" kann nun der interessierte Spieler einen Blick hinter die Kulissen und auf die Schöpfer werfen. Auf knapp 500 Seiten wird ein buntes Allerlei geboten. So stellen sich alle Beteiligte der DSA-Welt mit Text und Bild vor und man merkt schnell, dass die Götter des DSA genauso Phantasten und ein bisserl spinnert sind wie Du und Ich.
In acht Kurzgeschichten (Achtung Spoiler!) werden interessante Ereignisse der DSA-Geschichte aus neuer Perspektive beleuchtet. Daneben gibt es ein Gesamtverzeichnis aller erschienener DSA-Produkte, Liedtexte, einen Ausblick auf Myranor und vieles mehr.

Magische Zeiten bietet wirklich für jeden etwas und zeichnet sich oftmals durch überraschend selbstkritische, aber auch wortwitzige Beiträge aus. Wer beispielsweise von Hadmar von Wiesers Beitrag "Ihr spinnt doch alle!" unberührt bleibt, hat wirklich kein Rollenspielherz.

Neben den kleineren Berichten und Interviews sei noch gesondert auf den Beitrag über den Entwicklungsprozess des Schwarzen Auges hingewiesen. Es ist wirklich erstaunlich, welche Höhen und Tiefen dieses Rollenspielsystem und seine Erschaffer erlebt haben und dennoch eine kontinuierliche Arbeit an Aventurien leisteten. Aus den Zeilen ist herauszulesen, wie viel Herzblut und Engagement dahinter stecken und man kommt nicht umhin, allen Beteiligten Respekt zu zollen.

Fazit:
Magische Zeiten ist ein Buch, das man entdecken kann und das viel über die Gedankenwelt der Schöpfer des Schwarzen Auges verrät. Durch die Vielfalt der Beiträge ist wirklich für jeden etwas dabei, einziger Wermutstropfen ist der Preis von 15 Euro. Auf der anderen Seite kosten heute ähnliche Taschenbücher auch nicht weniger.



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