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Spiel mit Kunst für Kinder
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 17.03.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Sandra Dochtermann, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 19,95 €


"Spiele und Kunst für Kinder" ist ein Lernspiel, bei dem auch Erwachsene viel dazulernen können. Die bunt aufgemachte Spielbox in Siedler-Größe enthält ein Skulpturbäumchen, 72 Bildkarten mit aufwändig gedruckten Kunstwerken auf der einen und Fragen auf der anderen Seite. 24 Skulpturteile in vier Farben, ein Stoffbeutel und 91 Aufgabenkärtchen, Lernposter und die Spielanleitung.

Das Basisspiel funktioniert so: Auf dem Spieltisch werden von den gemischten Bildkarten 24 Karten in vier Reihen offen ausgelegt - eine Kunstausstellung. Jeder Spieler erhält sechs Skulpturteile in einer Farbe. Ziel ist es, alle Teile als erster am Skulpturbaum aufzuhängen. Dazu muss man Aufgaben lösen. Die Aufgabenkärtchen werden (abzüglich 14 Stück mit blauem Rahmen für das "Profispiel") im Stoffbeutel gemischt. Der Startspieler, "Ausstellungsleiter" genannt, zieht ein Aufgabenkärtchen aus dem Beutel und sucht sich eine der beiden Aufgaben (Vorder- oder Rückseite) aus, die er den Spielern stellt. Die Aufgaben stammen aus den Bereichen: entdecken, erraten, erkennen, schätzen, Frage oder Glück. Der Ausstellungsleiter darf nur bei "Frage" (stehen auf der Rückseite der Bildkarten) oder "Glück" selbst mitspielen. Ansonsten versuchen die Spieler möglichst schnell und gut zu einer Lösung zu kommen. Wer dort am besten ist, gewinnt die Runde und darf ein Skulpturteil an den Baum hängen. Danach werden eventuell benutzte Bildkarten (Fragen) weggelegt, die Ausstellung wieder auf 24 Karten vervollständigt und das Amt des Ausstellungsleiters wandert im Uhrzeigersinn weiter.

Da Kunst oft nicht ganz eindeutig ist, muss man gelegentlich auch gemeinsam über die richtige Lösung beraten. Im Zweifelsfall entscheidet der aktuelle Ausstellungsleiter. Hilfestellung gibt es über die Informationen auf dem Lernposter. Dort finden sich Hinweise zu Epochen, Stilrichtungen und Gattungen.

Dieses Basisspiel wird durch zwei Varianten bereichert - für das Spiel zu zweit und als Abwechslung beim Spielen allgemein. Wer in Sachen Kunst danach genug Wissen besitzt, kann sich auch an das Profispiel wagen. Dazu werden die Aufgabenkärtchen verändert. Jetzt sind nur die blau und die rot umrandeten im Beutel. Das Spiel läuft prinzipiell gleich ab, nur sind die Profiaufgaben immer die Nennung des Namens eines Künstlers, der Gattung oder der Epoche jeweils zu einer der Bildkarten. Ist man an der Reihe, sucht man sich von den Bildkarten eine heraus, nennt die Lösung und kontrolliert sie auf der Kartenrückseite. Liegt man richtig, hängt man ein Skulpturteil an den Baum.

Insgesamt ist "Spiel mit Kunst für Kinder" ein einfaches und doch interessantes Spiel mit hohem Wiederspielwert. Es können durch die ständig neuen Bildkartenvariationen völlig neue Aufgabenprofile entstehen. Außerdem sieht die Skulptur am Ende immer anders aus. Dem Kosmos-Verlag ist es wieder einmal gelungen, ein Bildungsspiel interessant zu gestalten.




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