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Monopoly: Duel Masters
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 01.02.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Parker Spiele, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 39,95 €


Monopoly ist ein echter Spiele-Klassiker, der immer wieder in neuen Varianten aufgelegt wird - im vorliegenden Fall als Duel Masters-Sammlerausgabe.
Deshalb ist die Box größer und beinhaltet neben Spielbrett, Geldscheinen, Würfeln, Kartenshops und Arenen (dazu später mehr), Karten und Anleitung auch noch sechs sehr schöne Duel Masters Zinnminiaturen.

Kurz für alle, die Monopoly bisher nicht kennen: Zwei bis sechs Spieler ziehen mit ihren Spielfiguren auf Spielfeldern (Gemeinschafts-, Ereignisfelder und Straßen), die am äußeren Rand des Spielbretts liegen, per Würfeln immer im Kreis herum. Überqueren sie das Start-Feld, bekommen sie 200 Euro Gehalt. Von diesem Geld und ihrem Startguthaben kann man Straßen, auf denen die eigene Spielfigur steht, kaufen. Jeweils zwei bis drei Straßen gehören zu einer Gruppe. Hat man eine Gruppe komplett, kann man Häuser an den Straßen und später auch Hotels bauen. Kommen andere Spieler mit ihren Spielsteinen auf diese Spielfelder, müssen sie Miete bezahlen. Der Betrag steigt steil an, je nachdem, ob man die Straße nur besitzt oder schon Häuser auf ihr stehen oder sogar Hotels. Spielziel ist es, die anderen Spieler in den Bankrott zu treiben und selbst am meisten Geld zu haben (je nachdem, wieviel Zeit man investiert).

Die Duel Masters-Edition funktioniert nach dem selben Prinzip. Es gibt aber Detailunterschiede. Die wichtigsten: Gemeinschafts- und Ereigniskarten sind nun Zauberspruch- und Kreaturenkarten, was aber eigentlich nur eine Frage der Formulierungen auf den Karten ist. Die Funktionen und Wirkungen sind wie gehabt. Ähnlich sieht es bei Häusern und Hotels aus, die einfach in Kartenshops und Duel-Arenen umbenannt wurden. Dasselbe gilt auch für die Straßen, die durch Kreaturen aus Duel Master ausgetauscht wurden (Vampir-Silphy, General Dunkeldämon, Kristall-Lanzenträger, ...), Bahnhöfe, aus denen Austragungsorte für Duel Masters-Turniere geworden sind und Elektrizitäts- und Wasserwerk, die zu Psychopilz und Giftpilz mutiert sind.

Beim Test machte Monopoly Duel Masters genauso viel Spaß wie die Standard-Variante, auch wenn allen nicht mit dem Universum der Duel Masters Vertrauen die eine oder andere Formulierung etwas sehr markig vorkommen mag. So lautet z.B. der Text einer repräsentativen Zauberspruchkarte: "Dein Gegner spielt die ‘Schleichende Seuche’ aus. Du spürst die Kräfte der Finsternis! - Zahle 15 EUR".
Ebenfalls etwas ungünstig ist die recht geringe Anzahl an Kartenshopsteinen. Zumindest beim Spiel zu zweit gehen sie schnell aus.

Einziger echter Unterschied zum traditionellen Monopoly ist eine Sonderregel, die das Spiel dynamischer werden lässt. Besitzt ein Spieler zwei Kreaturen einer Serie und ein anderer die dritte, kann ersterer, wenn er mit seiner Spielfigur auf die fehlende Kreatur kommt, gegen diese kämpfen, statt einfach Miete zu zahlen. Dazu würfelt er mit zwei sechsseitigen Würfeln und hängt drei Nullen an das Ergebnis. Damit muss er mit der Stärke der Kreatur mindestens gleichziehen (Stärken liegen zwischen 1000 und 11500). Gelingt ihm das, muss ihm die Karte vom Gegenspieler kostenfrei ausgehändigt werden. Scheitert er aber, muss er die zehnfache Miete bezahlen. Der Stärkewert der Kreaturen steigt insgesamt vom Trend her wie die Kaufpreise für die Kreaturen. Aber gelegentlich gibt es Ausreißer nach oben oder unten.

Unter dem Strich ist die neue Monopoly Edition eine Bereicherung. Wegen der relativ geringen Änderungen würde ich sie aber eher Fans von Duel Masters empfehlen oder jedem Spieler, der bisher noch kein Monopoly-Spiel besitzt.




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