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Der Palast von Alhambra - Die Tore der Stadt
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 04.12.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Dirk Henn, Wolfgang Panning, Verlag: Queen-Games, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 13,50 €


Einen stolzen Preis muss man für die zweite Alhambra-Erweiterung bezahlen. Dabei dürfte ein großer Teil des Geldes in die Verpackung investiert worden sein, die in derselben Aufmachung und nicht wesentlich kleiner daherkommt, als das Spiel des Jahres 2003. Den Inhalt - 27 Karten, acht Spielplättchen und sechs Holztore sowie vier Anleitungsblätter - hätte man auch in einer sechsmal kleineren Packung bequem unterbekommen.

Insgesamt enthält die Box gleich vier Erweiterungen, die man entweder zusammen oder jeweils einzeln mit dem Hauptspiel nutzen kann.

Mit der Erweiterung »Diamanten« kommen elf neue Spielkarten hinzu - die Diamanten. Mit ihnen kann man wie mit Geldkarten Plättchen kaufen, nur dass jedes beliebige Plättchen gekauft werden kann. Allerdings lassen sich beim Kauf Diamanten nicht mit Geldkarten kombinieren. Diese Ergänzung ist wichtig, weil Alhambra wesentlich davon lebt, dass die Finanzen nicht beliebig umgesetzt werden können. Sonst könnte es viel zu schnell zum Kippen des Spiels zu Gunsten eines Spielers kommen.

Die zweite Erweiterung »Die Charaktere« führt zehn Charakterkarten mit Arabern ein, die unter den Kartenstapel gemischt und beim Aufdecken versteigert werden. Ein Spieler darf pro Runde maximal eine Karte ausspielen, sofern es keine Wertungskarte ist, die automatisch aktiviert wird. Die meisten Karten sind außerdem wiederverwertbar. Darunter finden sich Karten, mit denen man Geldkarten austauschen darf, Gebäude passend bezahlt werden können oder die einen zusätzlichen Umbauzug gewähren. Insgesamt beleben die Karten das Spiel erheblich. Da sie zufällig aufgedeckt werden, kann es aber auch zu Kartenanhäufungen bei einzelnen Spielern kommen. Die Karten sind jede für sich nicht übermächtig, aber bei mehreren Karten auf der Hand eines Spielers wird es für die anderen schnell eng.

Die Erweiterung »Die Tore der Stadt«, nach der die Box auch benannt ist, ermöglicht den weiteren Ausbau der eigenen Landschaft. Stadttorkärtchen werden in Anzahl der Spieler unter die Geldkartenstapel gemischt und können beim Aufdecken aufgenommen werden. Man kann mit ihnen Plättchen auch Mauer an Mauer legen oder so in Richtung des Startplättchens, dass das Gebäude nur über eine Mauer zu erreichen wäre. Die Holztore öffnen die Mauern. Diese Tore und die mit ihm verbundenen Plättchen dürfen danach allerdings nicht mehr umgebaut werden. Mit dieser Erweiterung kann man das Spiel etwas ausdehnen, weil auch nicht passende Bauteile doch noch passend gemacht werden können.

Zu guter Letzt bietet die Box noch die Erweiterung »Die Feldlager«, mit der neue Plättchen ins Spiel gelangen. Die Feldlager werden ganz normal gekauft und können auf das Feld an Stadtmauern mit Bastion/en gelegt werden. Die "Fußgängerregel" (Erreichbarkeit ohne Mauerüberquerung vom Startplättchen aus) gilt für sie nicht. Auf den Feldlagerplättchen finden sich Pfeile. In jeder Wertungsrunde werden die in Pfeilrichtung direkt aneinander liegenden eigenen Plättchen als je ein Siegpunkt gezählt. Das erweitert die taktischen Möglichkeiten.

Fazit:
Insgesamt sind die Erweiterungen keine Offenbarung, sondern mehr solide, durchdachte Ergänzungen, die echten Fans des Spiels mehr Kurzweil verschaffen.




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