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Bad Hollywood
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 17.03.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Mark Sienholz, Verlag: Krimsus Krimskramskiste, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 6,50


Finstere Zeiten brechen für Hollywood an. Die Spieler wetteifern bei "Bad Hollywood" darum, der Große Pate der amerikanischen Traumfabrik zu werden. Und das geht mit zwei Spielern so:

Die zwanzig Studio-Karten aus den Bereichen Comic, Horror, Thriller und Science Fiction werden gemischt und drei davon in der Tischmitte zwischen den Spielern aufgedeckt. Die Spieler bekommen zu Beginn zwei der gemischten 40 Bösewichtkarten, die denselben Genres zugeteilt sind.

Nun hat jeder Spieler bei seinem Zug drei Möglichkeiten:

1. Er spielt einen Bösewicht aus, sprich legt ihn an ein Studio. Bösewichter, allesamt verballhornte Filmfiguren, besitzen Punktewerte zwischen eins und zehn, Studiokarten Wertebereiche von 11-13 bis zu 23-25. Erreicht man mit angelegten Bösewichterkarten den Wertebereich eines Studios kann man es...

2. ...versuchen zu übernehmen. So ganz einfach ist das aber nicht, denn dem Studio springt einer von sechs Filmhelden bei (wird verdeckt gezogen). Vier Helden entstammen den vier Genres und eliminieren jeweils alle Bösewichterkarten des Angreifers, die dasselbe Genre haben. Damit scheitert natürlich die Übernahme. Hat man Glück, sind die eigenen Bösewichter aus anderen Genres und die Wirkungen des Helden verpufft. Dann kann man das Studio, das Werte zwischen eins und fünf haben kann, an sich nehmen und ein neues Studio wird aufgedeckt und ausgelegt. Als fünften Helden gibt es Laura Soft, die grundsätzlich alle Bösewichter erledigt. Der sechste im Bunde ist die Azubine, die nichts ausrichten kann (außer guten Kaffee kochen, wie der Autor schreibt). Ein Held, der einmal im Einsatz war, bleibt aufgedeckt und tatenlos liegen. Erst wenn der fünfte Held aufgedeckt wurde, werden alle sechs neu gemischt und wieder verdeckt ausgelegt.

3. Man kann eine von drei aufgedeckten Bösewichtkarten aufnehmen.

Insgesamt darf man in seiner Runde zweimal aus diesen Möglichkeiten wählen. Danach werden gegebenenfalls die aufgedeckten Bösewichtkarten wieder auf drei vervollständigt und weiter geht es.

Das Spiel endet, wenn nicht mehr genügend Studios da sind, um drei auszulegen. Dann wird gewertet. Man zählt die Werte der Studios zusammen. Fünf Extrapunkte bekommt der, der alles erster Studios aller vier Genres besitzt.

Ein kleiner Zusatz: Es gibt Bösewichterkarten, mit denen man vorher eine verdeckte Heldenkarte ansehen kann. Das erhöht die Chancen zur erfolgreichen Übernahme eines Studios. Mit anderen Karten kann man einzelne Bösewichter des Gegners aus dem Spiel nehmen.

"Bad Hollywood" lässt sich statt mit zwei Spielern auch zu dritt oder zu viert spielen. Dazu werden die Regeln etwas modifiziert. Meiner Erfahrung nach gewinnt das Spiel ab drei Personen noch einmal deutlich an Reiz.

Aber auch so ist "Bad Hollywood" ein sehr unterhaltsames Spiel, das sein Geld allemal wert ist.




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