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Geister & Gespenster
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 10.12.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Eugen Wyss, Verlag: Adlung-Spiele, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 6,90 €


»Geister & Gespenster« ist ein einfaches und schnelles Kartenspiel für zwei bis sechs Personen ab fünf Jahren.
Die Geisterkarten, insgesamt 65 Stück (13 in fünf verschiedenen Farben), ermöglichen zwei Spielvarianten.

Zunächst das Standardspiel: Die Karten werden gemischt mit der Rückseite nach oben als Stapel abgelegt. Zwei Karten werden aufgedeckt und nach jedem Spielzugabschluss eines Spielers wieder auf zwei ergänzt.

Die Karten zeigen auf der Vorderseite jeweils einen Geist in einem Raum, der entweder von einer Tür, einem Gitter oder einen Vorhang geschlossen wird. Bei den meisten Karten findet man auf der Rückseite ein Schloss und den Geist, der auf der anderen Seite im Raum zu sehen ist. Auf einigen sind zwei Geister abgebildet, von denen aber nur einer auf der Vorderseite zu sehen ist - eine Glückssache also.

Der jüngste Spieler beginnt. Er darf eine Karte auswählen und muss sie offen vor sich ablegen. Dabei kann er entweder eine der aufgedeckten Karten oder die verdeckte oberste des Kartenstapels aufnehmen. Danach ist der Gegner an der Reihe. Ausnahme: Der Raum der aufgenommenen Karte zeigt einen Vorhang vor dem Eingang. Dann darf man eine weitere Karte aufnehmen oder dem Gegner eine Karte eigener Wahl stehlen.

Ziel ist es, Punkte bei den Wertungen zu sammeln. Die gibt es jeweils sofort für drei Geister einer Farbe. Jede Karte zählt einen Punkt und wird sofort aus dem Spiel entfernt. Wurden z.B. blaue Geister gewertet, erhält der Spieler mit den drei gleichfarbigen Geistern drei Punkte, der Gegner so viele, wie er Geister der gleichen Farbe mit einer Tür auf der Karte hat (zeigen sie einen Vorhang oder Gitter, muss er sie ungenutzt ablegen).

Das Spiel läuft so lange, bis der Kartenstapel aufgebraucht ist. Zuletzt werden die noch auf der Hand befindlichen blauen Geister gewertet. Das System ist identisch, nur muss man jetzt nur die meisten blauen Geister haben und nicht mehr genau drei.

Die zweite Spielvariante nennt sich "Memodomino". Dazu werden jeweils drei Geister einer Farbe, die auf der Rückseite nur einen Geist zeigen, aus dem Spiel entfernt. Dann werden alle übrigen Geister mit der Rückseite nach unten auf dem Tisch ausgebreitet. Der jüngere Spieler zieht jetzt eine Karte und legt sie mit der Rückseite nach oben vor sich ab. Danach kann er so lange weiterziehen, wie er passende Geister findet, die er links oder rechts der Karten vor sich angelegen kann.

Dabei gilt: Man kann nur auf der Rückseite abgebildete Geister gleicher Farbe nebeneinander legen. Da es einige Karten mit zwei Geistern gibt, kann es schnell dazu kommen, dass man eine Karte nicht auslegen kann. Die Karte wird dann auf den Tisch zurückgelegt und der Gegner bekommt die Initiative. Wer zuerst zehn Karten in einer Reihe liegen hat, gewinnt.

Fazit:
»Geister & Gespenster« ist ein zwar einfaches, aber dafür auf mit mehreren Personen noch recht schnelles, interessantes Kartenspiel, das taktische Elemente und Glück gelungen kombiniert. Besonders gut finde ich die Möglichkeit, mit denselben Karten auch ein ganz anderes Spiel spielen zu können. Mit etwas Kreativität kann man auch noch eigene Spiele und Spielvarianten hinzuerfinden.




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