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Tradetalk #13
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 13.08.2004, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Ingo Tschinke (Hrsg.), Verlag: The Chaos Society - c/o Ingo Tschinke, Seiten: 46, Erschienen: 2003, Preis: 5,00 Eur


"Tradetalk" ist die Hauszeitschrift der RuneQuest Gesellschaft e.V. und wird von André Jarosch und Ingo Tschinke herausgegeben. Sie versteht sich als Amateurmagazin für die Rollenspiele HeroQuest, HeroWars, RuneQuest und die Welt Glorantha, sowie für verwandte Systeme. Zu letzteren gehören so illustre Namen wie Cthulhu, Elric /Stormbringer, ElfQuest, Pendragon oder Nephilim. Ab der Nummer 14 soll der Schwerpunkt aber endgültig auf der Welt Glorantha liegen.

Das erste, was auffällt, wenn man die schwarz-weiß gedruckte A4-Zeitschrift zur Hand nimmt, ist die Sprache: Englisch - obwohl die Herausgeber deutschsprachig sind. Vermutlich liegt das am Vertriebsschwerpunkt: RuneQuest ist hierzulande leider nicht mehr sonderlich bekannt. Trotzdem ist es nach wie vor ein hervorragendes Rollenspiel, das sich nicht hinter Szenegrößen wie D&D, DSA und Midgard verstecken muss.
Das Heft versprüht den Charme eines semiprofessionellen Fanzines. Es ist sauber und ansehnlich layoutet, gut illustriert und wertig, aber eben nicht farbig, gedruckt. Unter den Autoren taucht beispielsweise auch Sandy Petersen auf, der Vater von Cthulhu. Die Farblosigkeit ist somit auch schon der einzige Nachteil gegenüber Midgard Gildenbrief oder ähnlichen Heften.

Die Nummer 13 von Tradetalk sollte laut Vorwort eigentlich eine FSK 18-Nummer werden. Daraus wurde aus organisatorischen Gründen nichts. Dafür finden sich jetzt Beschreibungen einer abgegrenzten Inselgruppe mit den Inseln Vadeli, Jruztela, Loral Monsters, Korola und Trowjang Amazon im Heft. Eine solche Schwerpunktsetzung in einem Magazin ist inzwischen selten geworden: zuletzt hat das inzwischen eingestellte Fanzine "Black Leaf" dieses Konzept verfolgt.
Der Stil der Artikel und ihr Aufbau variieren. Manche sind Geschichten, andere haben Quellenbuchcharakter. Der, mit zwölf Seiten zu den längsten gehörende, Artikel "The Vadeli" beispielsweise hat diesen Charakter. Umfassend erfährt der Leser etwas über Kultur, Sprache, Regierung, Militär, Philosophie, Magie, Geschichte, interessante Orte usw. Damit liefert der Autor eine Menge Ideenmaterial für das Spiel. Der Artikel über Jruztela geht sogar noch weiter und offeriert zu den reinen Informationen auch ein komplettes Episoden-Szenario.
Abgerundet wird die Ausgabe durch eine kleine Erklärungsammlung "Why the seas are salty?", einer Art Vorstellung/Interview eines fiktiven Fischers und einen kleinen Cthulhu-Artikel.

Schade, dass ich nicht schon früher mal eine Ausgabe gekauft habe, kann ich nur sagen. Tradetalk ist für alle des Englischen mächtigen Glorantha-Interessierten eine Bereicherung. Das Heft bietet professionelle Qualität in sehr guter Gestaltung zu einem (bei gerade mal zwei Seiten Anzeigen) angemessenen Preis.




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