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Alhambra
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 22.10.2003, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Queen-Games, Seiten: , Erschienen: 2003, Preis: k.a.


Das Wort Alhambra stammt aus dem arabischen "qa'lat al-Hamra'" und bedeutet soviel wie "rotes Schloss". Die Alhambra ist eine bedeutende Stadtburg auf einem Hügel von Granada, Spanien, die als eines der schönsten Beispiele des Maurischen Stils der Islamischen Kunst gilt. Innerhalb der alten Festungsmauer befinden sich die Zitadelle (der Alcazaba), die Nasridenpaläste (Palacios Nazaries), der Palast Karls des Fünften sowie diverse weitere Gebäude, wie eine Kirche, ein Kloster und ein Hotel. Neben der Festungsmauer befinden sich ausgedehnte Gartenanlagen.

Und genau darum dreht sich das gleichnamige Spiel aus dem Hause Queen Games. Bis zu vier Spieler stehen im Wettstreit miteinander. Sie versuchen, die schönste Alhambra zu bauen, die längsten Mauern zu haben und die herrlichsten Gärten zu gestalten.

Jeder Spieler beginnt mit einem Basisplättchen seiner Alhambra, seinem Brunnen, sowie einem festgelegten Startkapital. Im Spielverlauf kann er dann weitere Plättchen anlegen um so seine Alhambra zu erweitern. Auf den Plättchen können Türme, Gärten, Gemächer, Ställe und Pavillons sein, die teilweise von Mauern umgeben sind.

Zentraler Mittelpunkt des Spiels ist der Marktplatz, auf dem man Nachschub für seine Alhambra kaufen kann. Auf vier Feldern liegen verfügbare Plättchen aus. Leider lassen sich die hiesigen Bauarbeiter nur in ihrer jeweiligen Währung bezahlen, wovon es insgesamt vier verschiedene gibt. Die angepriesenden Bauelemente haben dabei einen festen Preis. Dafür hat jeder Spieler eine festgelegte Anzahl von Karten in verschiedenen Währungen auf der Hand. Kann man passend zahlen, darf man eine weitere Aktion ausführen bevor man alle neu erworbenen Plättchen an seine Alhambra anlegen darf. Möchte man nichts kaufen oder braucht Geld darf ein Spieler bis zu zwei der um den Marktplatz ausliegenden Geldkarten aufnehmen. Eine weitere Alternative stellt der Umbau seiner Alhambra dar. So kann er ein Plättchen umlegen um eventuell Platz zu schaffen für ein anderes.

Das Spielprinzip klingt einfach, ist es aber nicht wirklich. Denn die einzelnen Bauteile haben bis zu drei Außenmauern, die einem dem Weg versperren oder ein sinnvolles anlegen erschweren. Oberstes Gebot ist, dass die Alhambra von keiner Mauer durchtrennt wird. Gleichzeitig muss man darauf achten, die einzelnen Elemente so günstig zu platzieren, dass man insgesamt die längste Außenmauer hat. Die teuren Bauelemente haben keine Mauern und lassen sich leicht platzieren. Je günstiger die Elemente sind, desto mehr Mauern haben sie.

Zudem sollte man nicht wahllos kaufen. Im Spiel gibt es insgesamt drei Wertungen. Dabei wird neben der längsten Mauer auch bewertet, wer die Vorherschaft bei einer bestimmten Sorte Plättchen hat (z.B. Turm oder Garten). Der Preis der einzelnen Plättchen spielt dabei jedoch keine Rolle. Die Wertungen werden durch das (Nach-)Ziehen einer Wertungskarte aus dem Geldstapel ausgelöst. Wer nach der Schlusswertung die meisten Punkte hat gewinnt das Spiel.

Das Spielprinzip von »Der Palast von Alhambra« ist einfach aber trotzdem anspruchvoll. Man muss aus dem Angebot der vier ausliegenden Bauplättchen und vier ausliegenden Geldkarten den größten Nutzen ziehen. Dabei ist Raum fürs Taktieren, aber durch das zufällige Nachziehen der Plättchen und Geldkarten bleibt noch reichlich Platz für den Zufall.
Planer sind hierbei klar im Vorteil. Denn wer passend zahlt kann seinen Zugphase ausdehnen und wer sich frühzeitig auf eine Sorte Plättchen konzentriert hat oft dort auch schnell das Sagen.
»Der Palast von Alhamra« ist ein kurzweiliges Spiel mit hohem Wiederspielwert.




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