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MageKnight: Donner der Rebellion
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 23.05.2004, Serie: Belletristik, Autor(en): Bill McCay, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 327, Erschienen: Januar 2004, Preis: 9,00 Eur


Der erste Roman zum Figurensammelspiel »Mage Knight« ist von dem erfahrenden Serienautoren Bill McCay geschrieben worden. Schon zu Star Trek, Stargate und Net Force hat er einige Titel verfasst und so setzte man auf eine sichere Karte.

In der schwebenden Stadt, Atlantis, herrscht das Imperium mit fester Hand, schließlich ist hier sein Zentrum. Doch an den Rändern zündeln die Flammen der Rebellion, schwachbesetzte Außenposten, kaum geschützte Verwaltungsgebäude und lange Versorgungswege. Die Aufständischen haben sich ob der Ungerechtigkeit von Tezlas Imperium zu örtlichen Widerstandsgruppen zusammengeschlossen. Aber erst mit der Adeligen Sarah haben sie eine Führerin, die sie alle einen kann und damit dem Imperium einen wirklichen Schlag versetzen könnte.

Der Herrscher, Magus-Prophet Karrudan, weiß um die Gefahr, vielmehr fürchtet er aber noch eine Prophezeiung, die seinen eigenen Tod voraussieht. Daher erwählt er nach einigen Aufgaben den unkonventionellen, aber loyalen Soldaten Blaize, um für ihn den Widerstand aufzuspüren und in sein Innerstes vorzudringen. Um ganz sicher zu gehen, dass er ihn nicht verrät, verhext er ihn entsprechend. Außerdem stattet er ihn noch mit einer Sigille aus, einem nur unter bestimmten Umständen sichtbar werdendem Zeichen, dass Blaize als seinen direkten Diener ausweißt. Schließlich soll dieser nicht gleich in den "Mühlen der Umstände" zermahlen werden (ein Sprichwort Tezlas).

So ausgestattet reist er nach Khamsin, einem Glutofen am Rande des Imperiums, und findet dort schnell Anschluss an eine Widerstandszelle.

Der erste Teil des Buches davon, sich in dieser zu etablieren und natürlich - fast klassisch - verliebt er sich in einen der weiblichen Mitglieder. Der zweite Teil beleuchtet seine innere Zerrissenheit zwischen dem Glauben an das Imperium und der Haltung der Rebellen, die er auch verstehen kann. Ebenso liegt die wahre Liebe im Zwist mit angezauberter Loyalität... Dass die Reise der Rebellen nicht zum bloßen Beiwerk verkommt, dafür sorgen einige nicht ungefährliche Begegnungen, schließlich wartet abseits der imperialen Straßen so manche Gefahr.

Den Abschluss des Buches bildet übrigens ein »MageKnight«-Szenario, um die Ereignisse des Buches nachspielen zu können, etwas, was man sich von so manchem Rollenspielroman wünschen würde.

Dem Autoren merkt man seine Erfahrung an. Der Roman ist eine klassische Story, mit einigen interessanten Charakteren angewürzt und ein paar eingestreuten Geschehnissen.

Insgesamt ist es aber ein einfacher Plot mit wenigen bis keinen Wendungen, nur stellenweise wird wirklich in das »MageKnight«-Universum eingetaucht, große Teile der Story hätte man aber auch für andere Fantasy-Universen (zugegebenermaßen im Umbruch zu einer moderneren Zeit) schreiben können. Alles hat man irgendwann schon einmal irgendwo gelesen.

Fazit: Besser zu lesen als erwartet, aber es ist und bleibt einfache Trivialliteratur.




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