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Spielleiter-Handbuch
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 20.07.2004, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: Oktober 2003, Preis: 39,95 €


Das Spielleiter-Handbuch ist das Gegenstück zum Spielerhandbuch für Cthulhu. Es enthält dabei aber nur einen minimalen Regelanteil und konzentriert sich auf 400 Seiten darauf, dem Spielleiter möglichst viele Informationen über den von Howard Phillips Lovecraft geschaffenen Cthulhu-Mythos.

Die ersten Kapitel beschäftigen sich daher auch vorrangig mit Empfehlungen zum Leiten von Cthulhu-Runden. Darunter fallen nicht nur Tipps für Spielleiter, sondern auch Richtlinien für einzelne Abenteuer und Kampagnen.
Diese Richtlinien sind überschaubar gehalten und mit vielen Beispielen versehen, so dass angehende Spielleiter direkt in die Materie einsteigen können.

Natürlich soll in einer guten Kampagne weder Atmosphäre noch Action fehlen und so ist auch diesen Themen ihr Kapitel gewidmet. Zusammen mit dem Material über verschiedene Arten von Spielrunden, Tod und Wahnsinn der Spielercharaktere und einem kurzen Abschnitt über Nichtspielercharaktere im Allgemeinen findet sich hier also eine eindrucksvolle, aber nicht einschränkende Anleitung zum Aufbau einer Cthulhu-Spielrunde.

Für Neueinsteiger wie auch für alte Hasen interessant ist der Bereich über den Cthulhu-Mythos. Hier finden sich ebenso Informationen über die irdische Prähistorie bezüglich des Cthulhu-Mythos, wie über die fremden Rassen, geheimen Kulte und mysteriösen Orte, die in der Spielwelt von Cthulhu wichtig sind. Dieser Teil des Regelwerkes wirkt stellenweise wirklich so, als sei er aus alten Schriften recherchiert und verleiht dem Abschnitt ein ganz eigenen Flair.
Lovecraft und dem Necronomicon werden eigene Kapitel gewidmet, sodass auch Leser, die nur wenig über Lovecraft wissen ihre Kenntnisse in dieser Hinsicht erweitern können. Daran direkt angeschlossen findet der geneigte Leser einige Erörterungen, wie der Cthulhu-Mythos die verschiedenen Sprachen der Welt beeinflusst haben soll.
Die Beschreibungen der Kreaturen und Gottheiten des Mythos finden sich in den darauffolgenden Kapiteln wieder, an die sich Material über die Technologie und die Magie innerhalb des Spieles nahtlos anreihen.
In dem Kapitel "Eine Grimoire des Mythos" Werden weitere Werke vorgestellt, die sich mit dem Cthulhu-Mytos befassen vorgestellt. Diese Bibliographie des Okkulten macht es für Spielleiter wie auch für Spieler interessanter, nach alten Büchern zu forschen.

Spielhilfen liefert das Buch unter anderem in einem ewigen Kalender, eine Auflistung unzähligen Ereignissen, welche vielleicht einen Bezug zum Mythos haben könnten, eine Karte der berühmt-berüchtigten Stadt Arkham und einige Persönlichkeiten aus Lovecrafts Geschichten als Nichtspielercharaktere.
Den Abschluss bilden 5 Szenarien, die jeweils an einem Abend durchgespielt werden können und sich durchaus als Einführungsabenteuer in die Welt des Cthulhu-Mythos eignen.

Das Gesamtlayout des Buches lässt es mit dem Unschlag, den angebannt wirkenden Seiten, den Skizzen als Texthintergrund und dem Schriftbild wie einen alten Folianten wirken. Dieser Eindruck wird durch das Lesebändchen komplettiert.
Bebildert ist das Spielleiter-Handbuch mit Fotos und Abbildungen alter Zeichnungen, Malereien und anderen Bildmaterialien, die oft nicht erkennen lassen, ob sie nun eine Fotomontage bzw. gestellte Zeichnung oder Original-Abbildungen sind.

Insgesamt kann ich das Buch für potentielle wie auch feste Cthulhu-Spielleiter nur empfehlen, Spieler dagegen sollten die Finger davon lassen, wenn sie sich nicht den Spielspass verderben wollen.




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