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Haste Worte?
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 21.06.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Dirk Henn, Verlag: Spielzeit! Verlag, Seiten: , Erschienen: 2003, Preis: 20 €


Bei »Haste Worte?« gilt es, passende Wörter zu bestimmten Themenkomplexen zu finden. Diese werden notiert und anschließend unter den Spielern verglichen. Für jedes genannte Wort, das noch kein anderer Spieler hatte, kommt man einen Schritt auf dem Spielplan voran. Wer diesen zuerst durchlaufen hat gewinnt das Spiel.

Der Spielplan selber besteht aus einzelnen Karten und wird zu Beginn des Spiels ausgelegt. Eine Start- und Zielkarte markieren die Strecke. Die letzten vier Karten vor dem Ziel sind sogenannte "Handicap"-Karten. Insgesamt ist die Aufmachung von »Haste Worte?« eher durchschnittlich und bietet keinerlei Blickfang.

Das Spiel selber gliedert sich in zwei Phasen:

Phase 1: Vom Kartenstapel wird eine Themenkarte gezogen auf der man dann 10 verschiedene Themenbereiche findet. Mögliche Themen sind beispielsweise: "Haare kann man..." oder "Wörter die mit ...uhr enden". Vor dem Ziehen einigt man sich untereinander, für das wievielte Thema man sich entscheidet. Der Startspieler liest dieses laut vor und dreht die Sanduhr um.

Nun müssen sich alle Spieler zu diesem Thema passende Begriffe überlegen. Ist die Zeit um, begibt man sich zu Phase 2.

Phase 2: Nach einer kurzen Überlegung, wie viele Begriffe man wohl gefunden hat, die andere nicht haben, geht es ans Bieten. Hierfür besitzt jeder Spieler Bietkarten mit den Werten von 1 bis 6. Wer mehr als sechs bieten möchte, kann die Karten kombinieren. So kann man maximal für 21 Begriffe ein Gebot abgeben.
Nachdem jeder sich entschieden hat, werden die Karten gleichzeitig umgedreht. Der Spieler mit dem niedrigsten Gebot beginnt und zum Schluss ist der Höchstbietende an der Reihe. Bei gleichen Geboten gilt die Sitzreihenfolge im Uhrzeigersinn. Der Spieler liest dann solange Begriffe vor bis die Höhe seines Gebotes erreicht ist. Alle anderen Spieler streichen gegebenenfalls die genannten Wörter bei sich, damit jedes Wort nur einmal verwendet wird. Hat der Spieler so viele Wörter vorgelesen wie er auch geboten hat und diese wurden von seinen Mitspielern anerkannt darf er mit seiner Spielfigur diese Anzahl an Feldern auf dem Spielplan vorrücken. Erreicht er sein Gebot nicht bleibt er stehen.

Sobald ein Spieler die letzten 12 Felder (auf den vier "Handicap"-Karten) erreicht hat wird jede Runde eine "Handicap"-Karte umgedreht und vorgelesen. Diese Karte gilt für alle Spieler auf den letzten 12 Feldern. Beispiele für Handicaps sind "RISIKO: Wenn sie Ihr Gebot nicht erreichen, müssen sie diese Anzahl zurück gehen." und "Sie dürfen nur Wörter ohne "a" verwenden.". Sobald ein Spieler die Ziellinie überquert hat endet das Spiel mit diesem Spieler als Gewinner.

Fazit:
Die Grundidee dieses Spiels dürfte vielen bereits bekannt sein, wenn man an das Schulpausenspiel "Stadt-Land-Fluß" denkt. Diese Idee wurde bei »Haste Worte?« noch erweitert und auf einen sehr flexiblen Spielplan gebannt. Um dieses Spiel spielen zu können benötigt man jedoch eigentlich weder Karten noch Spielbrett, sondern nur ein wenig Phantasie.
Diejenigen, die bereits den Urvater dieses Spiels in ihrer Schulzeit gerne gespielt haben, können »Haste Worte?« als eine nette Erweiterung ansehen, wobei man sich selber fragen sollte, ob einem der Spaß wirklich 20 Euro wert ist.




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