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New England
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 30.01.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Alan R. Moon, Aaron Weissblum, Verlag: Goldsieber Spiele, Seiten: , Erschienen: 2003, Preis: 28,50 €


"New England" von Alan Moon und Aaron Weissblum macht schon durch sein Titelbild und seine hochwertige Austattung (Holzspielsteine) Lust aufs Spielen. Das klappbare A2-Spielbrett macht einen soliden Eindruck und die Box lässt eine brauchbare Ordnung der Spielkomponenten zu. Die zwei Anleitungen, einmal Langform (6 Seiten) und einmal Kurzform (1 Seite), unterstreichen die Benutzerfreundlichkeit.
Der Spielhintergrund hört sich ebenfalls vielversprechend an. 1620 erreichen die ersten englischen Auswanderer Amerika und gründen die erste Siedlung: Plymouth in Neuengland. Im Spiel besiedeln die Pilgerväter-Familien Neuengland, legen Siedlungen, Weiden und Obstplantagen an. Ein Wettlauf um die benötigten Parzellen entbrennt.
Konkret sieht der so aus: Auf das Spielbrett mit 98 Parzellen (Raster) legen die Spieler zu Beginn jeweils drei unterschiedliche Geländeplättchen ihrer Familie. Danach beginnen normale Spielrunden, die in drei Phasen aufgeteilt sind. Zuerst wird das Angebot aufgedeckt, eine Mischung aus Geländeplättchen und Entwicklungskarten - neun insgesamt, von denen die übrig gebliebenen nach der Runde aus dem Spiel genommen werden. Danach nehmen die Spieler der Reihe nach eine Bietmarke. Nach ihnen bemisst sich, wer in Phase drei als erster kaufen, siedeln und Einkommen nehmen darf, aber auch, wie viel Geld man pro Geländeplättchen oder Entwicklungskarte zahlen muss. Je höher die Bietmarke, desto eher ist man dran und desto mehr muss man zahlen. Geld ist aber eher nachrangig. Es ist bei der Endabrechnung nur wichtig, wenn zwischen Spielern Punktegleichstand besteht.
Zwei Käufe kann ein Spieler maximal pro Runde abwickeln. Ziel des Spiels ist die Sammlung von Siegpunkten und die bekommt man auf unterschiedliche Arten. Die Entwicklungskarten ermöglichen das Setzen von Pilgern, Schiffen und Scheunen auf Geländeplättchen, die so jeweils einen Siegpunkt bringen. Hat man am Ende die Mehrheit bei einer der drei Gruppen, gibt es noch Extrasiegpunkte. Richtig abräumen kann man aber nur mit der Umwandlung von Geländeparzellen in Siedlungen. Dazu muss man eine entsprechend Entwicklungskarte ziehen und kann dann den dort gezeigten Geländetyp in gezeigter Geländeanordnung (Zweier-Felder, Dreier-Felder über Eck und Vierer-Felder als Quadrat) umdrehen. Dafür gibt es drei bis zehn Siegpunkte. Das Spiel endet, wenn nicht mehr genügend Geländeplättchen oder Entwicklungskarten für eine neue Runde vorhanden sind.
Insgesamt, muss man sagen, ist "New England" trotz seines guten Designs nur ein weiteres Spiel in der Tradition von "Die Siedler von Catan". Den Spielspaß bewertete meine Testrunde als eher durchschnittlich. Das lag auch an einigen Ungereimtheiten. So konnten wir beispielsweise die Freigabe ab zwölf nicht nachvollziehen. Die Formulierungen in den Regeln sind oft so komplex, dass selbst wir etliche Male rücklesen mussten. Ihr Aufbau macht es auch nicht einfacher. Man muss erst die kompletten Regeln lesen, bevor man ein grobes Bild bekommt. Hilfreiche taktische Tipps gibt es nicht. Außerdem befinden sich vier Markierungssteine in der Box, deren Funktion nur auf einem Bild kurz zu sehen ist - und diese Funktion ist auch noch mehr als überflüssig.




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