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Die Fugger
Von Jan-Hendrik Strenzke

Rezension erschienen: 28.01.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Klaus-Jürgen Wrede, Verlag: Adlung-Spiele, Seiten: , Erschienen: 2003, Preis: 6,50 €


"Die Fugger" ist ein taktisches Kartenspiel, bei dem 2-4 Personen in die Rolle mittelalterlicher Händler schlüpfen. Die Spieler versuchen, durch den Abschluss von lukrativen Geschäften möglichst schnell ein Vermögen anzuhäufen.

Die in etwa hosentaschengroße Verpackung stimmt durch altertümlich anmutende Zeichnungen gut auf das Spiel ein. Der selbe Zeichenstil wurde auch bei den eigentlichen Spielkarten angewandt, so dass sich Verpackung und Inhalt als stimmungsvolles Ganzes präsentieren.

Die in vier Sprachen verfasste Anleitung stellt kurz und gut verständlich die Spielregeln dar. Ein intelligenter Aufbau der Anleitung sorgt zudem dafür, dass man bei Regelfragen schnell die passende Antwort findet. Positiv ist zudem, dass man das Spiel einem Neuling binnen weniger Minuten einfach erläutern kann.

Die wesentlichen Spielelemente bei "Die Fugger" sind Warenkarten, die fünf verschiedene Handelsgüter darstellen, und eine von 1-9 Goldmünzen reichende Preisskala für diese Waren. Im Verlauf des Spiels ziehen die Spieler Karten und können diese vor sich auslegen, um die entsprechenden Waren zum Verkauf anzubieten. Sobald von einem Handelsgut mindestens fünf Karten offen ausliegen, wird eine Wertung ausgelöst. Hierbei werden zunächst die Preise der einzelnen Güter in Abhängigkeit von der Anzahl der angebotenen Waren modifiziert. Anschließend werden die Waren zum resultierenden Preis verkauft und die entsprechenden Goldmünzen den Konten der Spieler gutgeschrieben. Dieser Prozess wiederholt sich, bis ein Spieler hundert Goldmünzen angesammelt hat.

Ein Reihe von zusätzlichen Finessen bereichern den grundsätzlich relativ einfachen Spielablauf. So können die Spieler zum Beispiel Waren verdeckt anbieten, die erst am Ende zum dann gültigen Preis gewertet werden. Außerdem gibt es noch Sonderkarten, die beeinflussen, wie viele Handkarten ein Spieler nachziehen darf, und eine Nichtspieler-Persönlichkeit namens Jakob, der Reiche. Letzterer bietet unter bestimmten Bedingungen zufällig ermittelte Waren zum Verkauf an und nimmt somit Einfluss auf das Warenangebot und die Preise. Durch diese zusätzlichen Elemente entwickelt sich bei 3 oder 4 Spielern ein interessantes Taktik- und Bluff-Spiel. Lediglich die Variante für 2 Spieler weiß nicht zu überzeugen, da hierbei Jakob, der Reiche, sehr viele Karten erhält und der Glücksfaktor entsprechend hoch ist.

Fazit:
"Die Fugger" ist ein preiswertes und unterhaltsames Kartenspiel für Zwischendurch. Es vereint ein einfaches Spielprinzip mit interessanten taktischen Finessen, so dass es auch nach mehreren Partien seinen Reiz nicht verliert. Bedauerlich ist lediglich, dass es eigentlich nur für 3 oder 4 Spieler geeignet ist.




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