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Am Rande des Gletschers
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 20.10.2002, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Anja Menon, Patrick Menon, Verlag: Krimsus Krimskramskiste, Seiten: , Erschienen: 2002, Preis: 8,5 €


Wir befinden uns tief in der Steinzeit. Am Rande eines Gletschers leben verschiedene kleine Stämme Urzeitmenschen, den sogenannten Clans. Jeder Spieler führt einen Clan an und ist darauf bedacht möglichst viele Trophäen zu sammeln, die am Ende eines Jahres beim großen Stammestreffen ergattern kann. Bei diesen Treffen der Clans erzählen sie von ihren Jagderfolgen, zeigen ihre gesammelten Kräuter und der Schamane eines Stammes stellt sein Artfakt zur Schau. Je größer die jeweils beste Karte eines Stammes in der jeweiligen Kategorie ist, desto größer ist die Chance, auch eine Trophäe zu erhalten.

Während des Jahres, gilt es verschiedene Aufgaben zu erledigen: so muss man jagen um sein Clan zu ernähren, Kräuter sammeln und für den Schamanen muss ein Artfakt gefunden werden. Auf ihrer Suche können sie zusätzlich noch Waffen finden, welche die Jagd erheblich erleichtern. Neben diesen Aktionen kann man noch seine Beutetiere zu Waffen umfunktionieren oder Schicksalskarten erwerben. Diese können im Spiel gegen andere Spieler eingesetzt werden oder man kann sich mit ihnen Vorteile verschaffen.

Die Suche nach Kräutern und Gegenständen gestaltet sich im Vergleich zur Jagd recht einfach. Während Artefakte und Kräuter primär wichtig sind für die Stammestreffen am Jahresende, so ist das Jagen mit oder ohne Waffen ein wesentlicher Bestandteil des Spiels.
Die einzelnen Clans müssen jagen, ansonsten verhungern die Mitglieder des eigenen Stammes.

Das Spiel ist vorbei, sobald eine von der Spielerzahl abhängige Anzahl an Trophäen gesammelt wurden.

Die Regeln des Spiels gestalten sich recht einfach, sind ordentlich strukturiert und übersichtlich präsentiert. Positiv auffällt auch noch, dass man für des Spiel weder Stift und Block benötigt. In der Startbox fehlt eigentlich nur noch der Würfel um das Spiel zu vervollständigen.

Nach ein oder zwei Testspielrunden verläuft das Spiel sehr schnell und bietet mit einer geschätzten Spielzeit von ein bis zweieinhalb Stunden durchaus Abwechslung auch wenn sich die Spieldauer für ein vergleichbares Kartenspiel zu lang gestaltet.
Die von Jos Weijmar erstellten Spielkarten sind sehr ansprechend gestaltet und bieten nicht nur während des Spiels ein wenig Abwechslung. Man kann immer wieder neue Details entdecken.

Der Spielfluss ist sehr zügig und reibungslos. Wenn das Spiel jetzt nur ein bis eineinhalb Stunden dauern würde, so käme auch schneller der Reiz auf es mal wieder auszuprobieren. Ein Spiel für "zwischendurch" ist es mit Sicherheit nicht. Trotz dieser kleinen Kritik ist dieses Spiel von sehr hohem Wert. Es macht Spaß und bietet Abwechslung.




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