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History of War
Von Jan-Hendrik Strenzke

Rezension erschienen: 15.03.2004, Serie: Sammelkarten, Autor(en): Martin Redlin, Verlag: alphaBIT GmbH, Seiten: , Erschienen: 2003, Preis: 7,95 €


»History of War« ist ein Sammelkartenspiel, das sich mit dem militärischen Konflikt zwischen Deutschland und seinen Verbündeten (den Achsenmächten) und den Alliierten zur Zeit des Zweiten Weltkriegs befasst. Nun kann man sicher geteilter Ansicht sein, ob man diese Thematik für ein Spiel als angemessen empfindet. Dies zu beurteilen, ist jedoch nicht die Aufgabe einer Rezension. Erwähnen muss man allerdings, dass »History of War« in keiner Weise auf die politischen Gegebenheiten und die menschlichen Gräueltaten dieser Epoche eingeht. Der Zeitraum dient lediglich der Bestimmung des Standes der militärischen Technologie und einer wertneutralen Zuordnung der Einheiten zu zwei sich gegenüberstehenden Fraktionen.

Das Spiel wird vertrieben in Sets zu 55 Karten, die in stabilen Plastikschachteln daher kommen. Die Spielkarten sind aufwendig gestaltet und vermitteln mit detailgetreuen Bildern eine etwas düstere Grundstimmung. Diese wird lediglich ein wenig dadurch zurückgenommen, dass die eigentlichen Einheiten vor einem weißen Hintergrund dargestellt werden. Neben den spielrelevanten Fakten findet man bei den Einheiten auch noch eine Reihe technischer Daten, die belegen, dass der Hintergrund sorgfältig recherchiert wurde. Jedem »Starter Deck« liegt zudem ein detailliertes Regelheft bei, das in gut verständlicher Weise die Mechanismen des Spiels erläutert.

Das Ziel bei »History of War« ist es, Länder im Wert von 15 Punkten zu erobern. Hierfür wählt jeder Spieler zu Beginn aus einer Handvoll eigener Karten zwei Regionen aus, die Wertigkeiten von 5 bis 9 Punkten haben können. Diese Landschaften weisen einer Reihe spezieller Charakteristika auf und ihre Art bestimmt, mit welchen Einheiten sie erobert werden können. So ist es logischerweise nicht möglich, mit Schiffen in den Kaukasus zu ziehen oder mit Landeinheiten die Vorherrschaft im Schwarzen Meer zu erringen.

Grundsätzlich wird zwischen drei Arten von Einheiten unterschieden: Landeinheiten, Schiffen und Flugzeugen, wobei es zu jeder Kategorie mehrere Untergruppen gibt. Die Energie für den Bau dieser Einheiten erhält man aus sogenannten Basisausbauten. Diese haben allesamt noch individuelle Zusatzfähigkeiten, so dass sich eine immense Vielfalt an spieltaktischen Möglichkeiten ergibt. Letztere werden durch eine Reihe von Aktionskarten sogar noch vergrößert.

»History of War« wird Rundenweise gespielt, wobei jede Runde in bis zu 15 Phasen unterteilt wird. In einigen dieser Phasen handeln die Spieler gleichzeitig, während andere nacheinander abgewickelt werden. Hierdurch werden eine große Realitätsnähe und eine hohe Komplexität erreicht, die jedoch gerade während der ersten Partien den Spielfluss deutlich hemmen. So ist es durchaus möglich, Gefechten für eine längere Zeit aus dem Weg zu gehen. Dies ist ein wesentlicher Schwachpunkt im Vergleich zu anderen Sammelkartenspielen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei »History of War« eine Reihe aus anderen Produkten bekannter und bewährter Spielmechanismen kombiniert wurden. Diese werden ergänzt durch einige gut durchdachte Varianten und ein paar neue Aspekte, so dass das Spiel sich insgesamt als ein stimmiges Ganzes darstellt.

Fazit:
»History of War« ist eine gut durchdachte Variante der klassischen Sammelkartenspiele, deren einziger wesentlicher Schwachpunkt der etwas zähe Spielfluss ist. Wer Spiele wie »Magic« oder das »Star Wars TCG« mag, der wird sicher auch hieran Gefallen finden.




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