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Blutlinien
Von Sebastian Hirsch

Rezension erschienen: 15.06.2004, Serie: Belletristik, Autor(en): Huff, Tanya, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 311, Erschienen: 2003, Preis: 12,95 €

Die ägyptologische Abteilung des Royal Ontario Museums in Toronto gelangt in den Besitz eines uralten unversehrten und versiegelten Sarkophages. Als man diesen öffnet, wird ein magisches Schutzsiegel zerstört und der Schrecken, der Jahrtausende in dem Sarkophag gefangen war, kommt endlich wieder frei. Die im Sarkophag gefangene Mumie tötet mittels Gedanken einige Museumsmitarbeiter, um sich von ihrer Lebensenergie zu ernähren, und erlangt so langsam ihre alte menschliche Gestalt und Kraft zurück. Durch Gedankenmanipulation gelingt es der Kreatur, alle Spuren zu verwischen und in Toronto unterzutauchen. Alsbald beginnt sie, die Mächtigen der Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen, um ihrem Gott ein neues Reich zu schaffen. Nur der Polizist Mike Celluci, seine ehemalige Kollegin und jetzige Detektivin Vicky Nelson und der Vampir Henry Fitzroy kommen der Mumie auf die Spur. Sie sind die einzigen, die der Ausführung des finsteren Planes noch Einhalt gebieten können.

Mit dem dritten Roman ihrer fünfteiligen Reihe um die drei oben erwähnten Protagonisten ist Tanya Huff mit Sicherheit nicht der große Wurf gelungen. Die Story ist nicht sonderlich innovativ, jedoch hätte daraus mit Sicherheit ein zumindest kurzweiliger Unterhaltungsroman geschaffen werden können. Doch auch die Umsetzung kann hier nicht überzeugen. Die Handlung dümpelt vor sich hin und zu keinem Zeitpunkt mag so richtig Spannung aufkommen. Zu allem Überfluss sind die Charaktere äußerst klischeebelastet. Ein raubeiniger Cop, der aber natürlich das Herz am rechten Fleck hat, eine toughe Ex-Polizistin, die aufgrund eines Augenleidens aus dem aktiven Dienst ausscheiden musste und jetzt als Detektivin ihren Lebensunterhalt verdient und zu allem Überfluss ein Vampir, der nichts besseres zu tun hat, als sein untotes Dasein damit zu verbringen, Liebesromane zu schreiben. Und als ob das alles noch nicht reichen würde, existiert zwischen Vicky und den beiden männlichen Hauptdarstellern des Buches auch noch eine Dreiecksbeziehung. GZSZ goes Fantasy.

Fazit: Blutlinien ist nur mäßig spannend geschrieben und weiß auch ansonsten nicht zu überzeugen. Für einen entspannten Leseabend ohne großen Anspruch mag es vielleicht gerade noch ausreichen, jedoch gibt es da wiederum auch weitaus geeignetere Bücher in der selben Preisklasse.




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