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Tremere-Trilogie 1: Spinnengift
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 13.12.2003, Serie: Belletristik, Autor(en): Griffin, Eric, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 295, Erschienen: 2003, Preis: 9,95 €


Obwohl das Ende der World of Darkness, so wie wir sie heute kennen, naht, bekommen wir es bis dahin mit einem ganzen Schwall neuer Produkte zu tun. »Spinnengift« bildet den Auftakt der Tremere-Triologie, die den Metaplot der WoD weiterführt, wie er schon in den Clansromanen begonnen wurde. Autor Eric Griffin konnte dort schon Erfahrungen sammeln, steuerte er doch die Werke »Tremere« und »Tzimisce«, sowie Material zur Clansroman Anthologie bei.

Wir befinden uns in New York, jener heiß umkämpften Stätte, wo die Camarilla erstmals das Schicksal wenden konnte und den Sabbat erfolgreich vertrieben hat. Das Unleben kehrt langsam zurück:
Der Prinz ist lethargisch – er hält ein Fernglas noch für eine "teuflische Neuerung" – kurzum, die Ereignisse gehen an ihm vorbei. Sein Leibwächter Emmett hält zudem jegliche Probleme von ihm fern.
Ihnen gegenüber steht der Tremere Johanus, der sich um den Zustrom der kainitischen Flüchtlinge kümmert, Reviere verteilt und absteckt und damit den Prinzen direkt herausfordert. Außerdem gibt es eine verschwörerische Organisation namens Konventikel, die schon zu Sabbat-Zeiten im Untergrund gekämpft hat und nun auch gegen die Camarilla kämpft.
Mitten in dieser verworrenen Situation steht das Kriegsgildenhaus der fünf Bezirke, in dem man fürchtet, bald Besuch aus Wien zu bekommen. Schauergeschichten von Liquidationen ganzer Gildenhäuser gehen um...

Beim Treffen des Konventikel wird ein neuer Auftrag vergeben: der Leibwächter des Prinzen soll erledigt werden. Veteran Fulton lauert ihm -mit Scharfschützengewehr und Bewegungsmelder- am Empire State Building auf. Er will den Nosferatu zu erwischen, wenn er durch die Tür zum Quartier des Prinzen schlüpft. Doch kommt alles anders als geplant...

Antigone Baines ist eine etwas frustrierte Tremere-Novize, ihr liegt nämlich die Magie nicht und so fällt es ihr schwer, trotz Alters und Erfahrung in der Pyramide aufzusteigen. Als Mitglied des wenig geachteten Sicherheitsteams des Gildenhauses, der Skorpione, findet sie die Regentin Sturbridge bewußtlos in einer kompromittierenden Situation...

Das Buch beginnt wie eine typische Trilogie, erst werden die beiden Hauptcharaktere unabhängig samt ihres Umfelds vorgestellt und dann zusammengeführt; ab da wird der Roman auch deutlich spannender! An sich pflegt Griffins einen guten Stil, nur wenn er in Traumwelten abschweift, kann der Leser ihm nicht immer folgen.

Als Fazit hat es Griffins doch noch geschafft, der Geschichte einen spannenden Kniff zu geben, der den Leser neugierig auf Teil 2 – Spinnennetz –macht.




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