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Das Ding
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 05.12.2003, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Sierra, Seiten: , Erschienen: 2003, Preis: ca. 40 €


"Wo der Film endet, beginnt der wahre Horror

In der Eiswüste der Antarktis hat eine mysteriöse, gestaltenwandelnde außerirdische Lebensform einen kompletten amerikanischen Außenposten vernichtet. Sie sind Cpt. Blake, Führer eines militärischen Rettungsteams, mit dem Auftrag, die Situation zu erkunden. Gefangen in den Minusgraden und infiziert von einem schrecklichen Feind, obliegt es einzig Ihnen, Ihr Team zusammenzuhalten. Beherrschen Sie deren Ängste, gewinnen Sie ihr Vertrauen - vielleicht werden Sie dann sogar überleben."


Nachdem sich das Spiel problemlos installieren ließ und auch gut auf meinem Computer Baujahr 1997 startete, bringt die deutsche Kinostimme von Bruce Willis (als Blake) schon gleich die richtige Stimmung mit. Gefesselt vom Drang, die linke Maustaste zu quälen, muss man sich allerdings erst einmal durch eine kleine Bedienungsanleitung klicken, mit deren Hilfe man innerhalb von fünf Minuten das Spiel im Griff hat. Auffällig ist dabei das Gefühl, man würde an einer Playstation spielen; echte Wabersteuerung á la "Joypad", die zumindest die erste halbe Stunde wirklich gewöhnungsbedürftig ist. So was kennt man als PC-Spieler nicht.
Nachdem man endlich die Wichtigkeit der "E" Taste erkundet hat (Ja, das ist so ziemlich die wichtigste Taste) und feststellen durfte, dass man im geduckten Zustand auch Pfade beschreiten kann, die sonst verschlossen wären, geht es richtig los: Super animierte Spezialeffekte und Waffen, die keine Wünsche übrig lassen. Ein echtes Plus für die Grafik.
Gelöst werden alle Aufgaben im Team. Als echter Fan des Ego-Shooter Genres halte ich die Interaktion mit der Crew allerdings für übertrieben. Und die brennende Frage, warum ein Teamkamerad beim Anblick einer ganz normalen Leiche (ich denke mal, meine Kameraden sind ausgebildete Soldaten) in Panik ausbricht und sich auf den Boden setzt, wird wohl niemals ganz geklärt werden.
Bugs? Ein wenig unausgereift sind wohl die Bluttest-Spritzen (oder der Wirkstoff ist doch nur eine Kochsalzlösung wie ich vermute). Frisch negativ getestet verwandelt sich mein Teammitglied schließlich doch noch in ein Alien Dass das die Spannung erhöht, ist klar und zusätzlich erhöht es meine Bereitschaft, gleich alles mit dem Flammenwerfer zu klären und die albernen Spritzen wegzulassen (man kann auch auf sein Team schießen).
Da immer kleine Fehler im Spiel auftauchen können, vermisse ich einen "Update" Button, der mir gleich die fehlerbereinigte Version aus dem Internet auf meinen Computer überträgt. Vielleicht würde ich mein Team dann auch mehr beachten. Nett wäre es, wenn man während des ganzen Spiels immer das gleiche Team hätte. Dann würden sich die Anstrengungen auch auszahlen.

Fazit: Der Horror vom Klappentext kommt zwar nicht ganz auf, weil das Spiel einfach nicht blutrünstig genug ist (Vergleich Half-Life), allerdings besticht es mit sehr guter Grafik und ist für zwei Stunden Kurzweil immer zu empfehlen. Da Spielstände gespeichert werden, kann man immer wieder in sein Lieblingsszenario einsteigen und alles mal ganz anders probieren.



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