Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Zeitschriften » Gildenbrief 51

Gildenbrief 51
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 28.11.2003, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Alexander Huiskes, HaJo Maier, Stefan Peschl, Marek Schwöbel, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 66, Erschienen: Juli 2003, Preis: 3,95 Eur


Eine mir vorliegende Ausgabe vom Ende 1996 (Nr.40) unterscheidet sich z.B. nur wenig von der aktuellen Nummer 51. Die Seitenzahl ist gestiegen, der Preis entsprechend auch und das Cover ist jetzt aus dickerer Pappe als früher. Innen wirkt das Heft etwas ausgereifter. Das Layout ist immer noch einfach, aber makellos und sehr übersichtlich. Pluspunkt: Die Illustrationen sind um Klassen besser.

Den Anfang im Gildenbrief macht Jochen Magels "Ausdauer bei nichtmenschlichen Rassen", also eine Regelmodifikation. Richtig los geht es erst danach mit Peter Kathes "Heißes Land Buluga", der Beschreibung eines Landstrichs, den man auch für andere Fantasysysteme einsetzen kann. Das Setting ist vom Stil her afrikanisch, also ein Kulturkreis, den viele Systeme aufgreifen (beispielsweise bei DSA: die Mohas).

Der folgende Onepager-Comic ist zwar schön gezeichnet, aber inhaltlich flach. Lachen konnte ich jedenfalls nicht. Muss man aber auch nicht, denn das stört nur beim ernsthaften Spielen des folgenden Nahuatlan-Abenteuers "Für eine Handvoll Kakaobohnen" von Christopher Bünte. Das Abenteuer im aztekischen Setting ist einfach und sehr geradlinig, damit gut geeignet für Fantasy-Spielabende ohne viel Tiefgang. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich mag das Modul. Wer kennt nicht die Spielabende, an denen man sich mit guten Freunden trifft, die man länger nicht gesehen hat? Da gibt es neben dem Spiel noch anderes und ein allzu kompliziertes vielschichtiges Abenteuer wäre kaum geeignet.

Von albischen Scharfrichtern handelt die Kurzgeschichte von Bethina Maier, die als Kurzweil ihre Dienste gut leistet. Gefolgt wird der Artikel vom Lied "Alba the Great" und passend dazu der Beschreibung vier magischer Artefakte, allesamt übrigens Musikinstrumente.

Einer der Höhepunkte des Heftes ist sicher die Beschreibung der Karawanenstadt Uchana. Sie bietet umfassenden Stoff für etliche Abenteuer, bleibt dabei aber erfreulich überschaubar.
Klassisch für ein Rollenspielmagazin ist die Beschreibung eines Nichtspielercharakters. Der Gildenbrief widmet sich dem mit dem Gaukler Jaccomolo, der eigentlich Assassine ist, und dem Söldner Sigjomun Iswazdorn.

Sehr sinnvoll finde ich den Abschluss des Heftes. Fabian Wagner gibt Anregungen, wie man Spielerfiguren mit mehr Profil ausstatten kann. Jede Information für sich genommen, ist nichts Neues, aber in der Zusammenstellung gerade für Anfänger sehr hilfreich. Und alte Hasen sollten vielleicht auch gelegentlich mal in den Artikel schauen, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

Fazit: Alles in allem ist der neue Gildenbrief eine sehr lohnenswerte Anschaffung. Für wenig Geld bietet er gutes Material, welches sich auch leicht für andere Fantasysysteme verwenden lässt.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.