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eye know
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 17.11.2014, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Paul Berton und George Sinclair, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: -, Erschienen: 2014, Preis: 32,99€


Ich hatte das Glück in einem Haushalt aufzuwachsen in dem Bücher und Spiele allgegenwärtig waren. Neben den bekannten Spielen wie "Mensch ärgere dich nicht" und der großen Spielesammlung fand sich auch ein Quizspiel, "Wissen & Würfeln", dem ich sicherlich einiges an Allgemeinwissen zu verdanken habe. Noch heute spiele ich das Spiel und ähnliche Spiele sehr gerne, damit meine grauen Zellen auch abseits des Berufs und des Rezensierens in Schwung bleiben.

Ein recht aktuelles Spiel, dass nicht nur die grauen Zellen sondern auch den Wetttrieb in uns weckt, ist das Spiel "eye know" von Kosmos, bei dem der Name Programm ist. Das Auge und das Wissen spielen nämlich eine große Rolle in diesem Spiel, sagen einem doch die Farben und die Bilder auf den Karten, welches Thema einen erwartet. Erdacht wurde das Spiel für zwei bis acht Spieler ab 12 Jahren übrigens von Paul Berton und George Sinclair und ist deren Erstlingswerk.

Dabei ist das Spiel insgesamt optisch sehr ansprechend. Schon die Box macht mit dem aus Einzelbildern bestehenden Auge einiges her und auch der Blick in die Box zeigt ein farbenfrohes Spiel.
Dabei ist das Spiel einfach erklärt. Nach Anzahl der Spieler werden eine bestimmte Zahl von Karten gemischt und anschließend mit der Bildseite nach oben auf den Spielplan gelegt. Es gibt vier Themengebiete: "Zeichen und Symbole", "Dies und Das", "Leute und Charaktere" und "Natur und Co.".
Welches Themengebiet eine Karte hat, erkennt man an der Farbe der Karte. Darüber hinaus findet man auf der Karte zusätzliche Hinweise, so steht über dem Bild der Chinesischen Mauer etwa zusätzlich noch Bauwerk. Hier mag das nicht nützlich sein, aber bei einigen Bildern ist nicht immer sofort klar, welche Fragen kommen könnten. Mit diesen drei Informationen ausgestattet kommen die Pokerchips, die jeder Spieler erhält, ins Spiel. Diese Chips sind der Einsatz, den man vor der Auswahl der Karte machen muss. Bevor man dann zu den Fragen kommt, muss man erst noch den Namen der Person, des Objekts oder des Tiers nennen, dessen Bild auf der Karte zu sehen ist. Lag man richtig, erhält man einen Chip und entscheidet, welchen Schwierigkeitsgrad man sich zutraut. Lag man falsch, ist der Spieler zur Linken mit einem Tipp an der Reihe und liegt er dann richtig setzt er das Spiel mit der Wahl des Schwierigkeitsgrads fort. Man kann sich für eine Ja/Nein-Frage (Einfach), eine Frage mit drei Antwortmöglichkeiten (Mittel) oder eine Frage ohne Antwortmöglichkeiten (Schwer) entscheiden. Ist die Antwort falsch, verliert man den Einsatz, ist die Antwort richtig, erhält man seine Chips zurück und je nach Schwierigkeitsgrad noch zusätzliche Chips. Außerdem behält man die Karte, denn Sammlungen gleicher Kategorien und Kombinationen verschiedener Kategorien bringen später Bonuspunkte.
Das ist eigentlich schon alles. Das Spiel endet, wenn keine Karten mehr zum Spielen vorhanden sind. Es gewinnt der, der nach Auswertung der Kartensammlungen und Auszählung der gewonnenen Chips die meisten Chips besitzt.

Das Spiel ist nicht nur sehr einfach zu lernen und zu spielen, es ist darüber hinaus auch noch sehr kurzweilig und dank der großen Kartenauswahl und der Wahl des Schwierigkeitsgrades auch langfristig spielbar. Das Element des Einsatzes ist absolut passend und man kann auch mit wenig Einsatz durchaus gewinnen. Etwas besonderes ist die passende App für das iPad, die von den Machern des Spiels und Kosmos zur Verfügung gestellt wird und die dem Spiel eine weitere Facette und noch ein wenig mehr Spielspaß bringt. Benötigt wird die App aber nicht. Kurzum, ein tolles innovatives Spiel für das Auge und den Verstand.

Fazit: "eye know" ist ein kurzweiliges Spiel mit mehreren tollen Elementen, die das Quizspiel zu etwas Besonderem machen. Langfristiger Spielspaß ist garantiert und die Fragen, dank des Schwierigkeitsgrads für jeden geeignet. Dass es eine App gibt, die noch etwas mehr Spielspaß bringt ist gut, das braucht es in der medialen Zeit einfach, nötig ist sie aber nicht, um viel Spaß zu haben.




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