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Geheimsache
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 30.10.2014, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jörg Domberger, Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 12,90 EUR


Geheimsache heißt das neue Krimi-Kartenspiel von Gmeiner und reiht sich in eine ganze Serie des Verlags ein. Dieses Mal geht es um Agenten. Das Ziel des Spiels klingt wenig spektakulär: Die Spieler versuchen als Agenten durch Hinweise ihrer Mitspieler den eigenen, geheimen Wochenplan zu dekodieren. Wer zuerst die richtige Reihenfolge seiner Informantentreffen von Montag bis Freitag herausfindet, gewinnt am Ende des Spiel und wird mit dem Titel "Topagent" gekürt.

Der Spielmechanismus ist einfach aber fordernd und erinnert von der Anlage her Sudoku. Zunächst werden die 60 Informatenkarten auf die Spieler verdeckt aufgeteilt. Die Ausgabetechnik gewährleistet dabei, dass jeder Spieler von jeder der fünf Farben mindestens zwei auf der Hand hat.
Danach werden die 18 geheimen Wochenplankarten gemischt und jeder Spieler zieht eine Karte, die er danach mithilfe eines Aufsteller so vor sich stellt, dass nur seine Mitspieler sehen können, welche Informaten an welchen Tagen Kontakt zu ihm aufnehmen (hier als fünf Farbsteifen dargestellt).
In der Folge spielt jeder Spieler offen eine Informantenkarte aus. Diese zeigen einen Schatten als Symbol für einen Informanten und einen von fünf Farbsteifen mit einer Uhrzeit darauf. Jeder Spieler legt nun für sich nach den Informationen (Wochenplankarten der Mitspieler und ausliegende Informantenkarten) fest, in welcher Reihenfolge die Spieler Kontakt zu ihren Informanten haben und nennt dann, wer als erster und wer als letzter seiner Ansicht nach Kontakt hat.
Es folgen weitere, identisch aufgebaute Runden, in deren Verlauf sich die Spieler durch Kombination und Notizen auf der Dekodierungshilfe (ein Zettel mit Wochenraster) ein Bild davon machen, wie ihr Wochenplan aussieht. Das ist nicht einfach. Der größte Teil des Zeitbedarfs des Spiels wird für das lange Nachdenken eingesetzt.
Wer glaubt, die Lösung zu haben, nimmt sich eine Agentenkarte mit der niedrigsten noch verfügbaren Nummer und spielt danach weiter mit, ohne seine Dekodierhilfe weiter auszufüllen. Ist die letzte Informantenkarte ausgespielt oder glauben vorher alle Spieler, über ihren Wochenplan Bescheid zu wissen, endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler mit der Agentenkarte mit der niedrigsten Nummer, der seinen Wochenplan tatsächlich richtig dekodiert hat.

Das Layout des Spiels ist nüchtern modern aber stimmungsvoll (Agentensilhouetten im Dunklen) gehalten. Die Ausstattung weiß mit ihren robusten Karten und der stabilen Box zu überzeugen. Besonders praktisch präsentiert sich die Bedienungsanleitung. Sie fasst den Spielablauf auf gerade mal fünf Seiten (Format etwa DIN A6) übersichtlich zusammen, so dass man sehr schnell zum ersten Spiel kommt. Drei weitere Seiten sind einem Praxisbeispiel gewidmet, das auch Tipps zur Informationsauswertung abwirft.

Fazit: Geheimsache ist ein Kartenspiel, in das mal schnell einsteigen kann und das dabei in jedem Spiel neue Situationen schafft. Vor allem Knobelliebhaber mit etwas Zeit werden ihren Spaß haben. Zufall und Taktik spielen keine Rolle.




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