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Morgenstern #03 - Blutige Eiszeit
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 08.08.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Raimon Weber, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 10,99 EUR


Raimon Webers Morgenstern erzählt von den Fällen des Privatdetektivs Christian (Chris) Morgernstern. Seit einer Nahtoderfahrung hat der Potsdamer seinen ursprünglichen Job als Polizist an den Nagel gehängt. Was geblieben ist, sind alte Kontakte. Insofern ist Chris ein typischer moderner Detektiv mit Draht zur Polizei, einer Lieblingskneipe, einem Kumpel für's Grobe und einer insgesamt eher lockeren Lebensführung mit ständiger Geldknappheit.

Im dritten Fall Blutige Eiszeit beginnt alles mit einem Anruf eines ehemaligen Schulkameraden zu nachtschlafender Zeit. Der chronisch abgebrannte Chris Morgenstern soll das Verschwinden eines Freundes und Nachbarn des Anrufers aufklären. Die Neugier des Detektivs wirkt geweckt, als er erfährt, dass die Polizei als Ansprechpartner ausfällt, weil sie Teil des Problems ist. Dann bricht die Verbindung abrupt ab.
So macht sich Morgenstern auf den Weg in einen einsamen Landstrich Brandenburgs, während draußen das Schneechaos immer schlimmer wird, bis der Detektiv schließlich mit seinem Wagen kurz vor dem Zielort einen Unfall baut. Der Wagen ist unbrauchbar und Morgenstern in einer wahren Eishölle angekommen.
In der Folge erlebt er einen Thriller der besonderen Art. Das Benehmen der Bewohner des nahe gelegen Dorfes ist mehr als seltsam. Dann wird einer Toter im Schnee gefunden und kurz darauf brechen alle Kommunikationsverbindungen zur Außenwelt ab...
Das alles wird am Ende noch in einen größeren Zusammenhang eingeordnet, als im Epilog ein Telefonmitschnitt der aus den ersten beiden Teilen bekannten Geheimorganisation abgespielt wird, der erstens offenbart, dass Morgenstern noch immer von den zwielichtigen Gesellen beobachtet wird und ihnen sehr wichtig zu sein scheint. Zweitens hat man einen fliegenden Boten im Aktionsgebiet verloren, ist also vermutlich direkt am brutalen Geschehen beteiligt.

Die Geschichte hat dieses Mal einen höheren Anteil von eingebauten Szenenspielen, die dem Geschehen auch insofern angemessen sind, als sie die Geschwindigkeit, mit der die Ereignisse aufeinander folgen, glaubhafter darstellen können. Ansonsten bleibt Morgenstern eine inszenierte Lesung, die allerdings exzellent von Olaf Seitz gesprochen wird.

Fazit: Blutige Eiszeit lässt mit der Isolation der Protagonisten an einem abgelegenen Ort bekannte Horrorelemente in den Krimi einfließen. Das gelingt gut und sorgt für knisterne Spannung bis zum Ende. Eine klar Empfehlung!




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