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Dorian Hunter 24 - Amsterdam
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 24.07.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Marco Göllner, Ernst Vlcek, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 8,99 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den 70er-Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er-Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Amsterdam ist eine Folge der härteren Gangart und beginnt mit dem Ausschlachten eines Menschen für Experimente. Die Triebfeder der Geschichte ist aber die schon in der letzten Folge angelegte Suche nach dem Drudenfuß, mit dem sich der Dämonendrilling bekämpfen lässt. Das 1508 geschaffene Artefakt war das letzte Werk des Alchemisten Albertus Villanovanus und ist brandgefährlich. Die bloße Berührung kann töten. Nur Juan Garcia de Tabera, wiedergeboren in Dorian Hunter, und eine vorerst noch unbekannte Person können ihn gefahrlos berühren.
Als Dorian Hunter zum ersten Mal in diesem Hörspiel auftritt, hat er den Kopf Thören Rosquanas dabei, der getrennt vom Körper weiterlebt. Im Haus des als Antiquitätenhändler getarnten Vampirs hatte Hunter gehofft, den Drudenfuß zu finden und wurde enttäuscht. Thören kennt wohl den gesuchten Ort, fordert aber für die Information einen Dienst ein. In Amsterdam wohnt ein Meister der Chirurgie, der Thören einen neuen Körper verschaffen kann. Dorthin sollen ihn Hunter und seine Gefährten, zu denen auch die beiden Agenten Cohen und Chapman gehören, bringen.
Soweit der theoretische Teil. Leider ist der niederländische Mediziner kein normales Wesen und schickt z.B. seinen Handlanger, den ihm ergebenen afrikanischen Riesen Ndoyo, aus, um ihm Hunters und Coco Zamis Gehirn zu bringen.
Amsterdam hat einige Überraschungen zu bieten und wirft zudem neue Fragen auf, die das Kommende noch mysteriöser erscheinen lassen. Spannung pur ist garantiert, zumal das Cover der CD schon einen kleinen (aber nicht glasklaren) Blick voraus bietet.
Als besonders eindrucksvoll im Sprecherensemble sticht dieses Mal Jürgen Kluckert (Sprecher von Ndoyo) hervor, der auch als Synchronstimme von Morgan Freemann und Chuck Norris bekannt ist. Er legt seine Sprechrolle in der sanften Art des John Coffey aus der Verfilmung von Stephen Kings "The green Mile" an und schafft so einen harten Kontrast zum brutalen Handeln der Figur. Ndoyo Handeln wird übrigens im Laufe des Hörspiels nachvollziehbar erklärt.

Fazit: Amsterdam überzeugt auf ganzer Linie, obwohl das Hörspiel nur eine Zwischenstation im Gesamtgeschehen darstellt und mehr neue Fragen aufwirft als klärt. Genau damit gelingt es den Autoren aber, knisternde Spannung zu schaffen. Wer im Genre schon hörspielerfahren ist, wird zudem mit gedanklichen Parallelen zu Die Schlangenköpfe des Dr. Gorgo aus der Reihe Larry Brent zusätzlich gekitzelt.




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