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Morgenstern #04 - Die Axt
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 08.08.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Raimon Weber, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 10,99 EUR


Raimon Webers Morgenstern erzählt von den Fällen des Privatdetektivs Christian (Chris) Morgenstern. Seit einer Nahtoderfahrung hat der Potsdamer seinen ursprünglichen Job als Polizist an den Nagel gehängt. Was geblieben ist, sind alte Kontakte. Insofern ist Chris ein typischer moderner Detektiv mit Draht zur Polizei, einer Lieblingskneipe, einem Kumpel für’s Grobe und einer insgesamt eher lockeren Lebensführung mit ständiger Geldknappheit.

Im Zentrum des vierten Falls, Die Axt, stehen Morgensterns Freund Knut und seine Freundin Eileen. Knut war bisher in jedem Teil mindestens kurz dabei. Er arbeitet nebenbei als Komparse und als kleiner Running Gag immer in Filmen mit Veronica Ferres - nur dieses Mal nicht. Dafür hat Eileen, für die Knut dieses Mal auch eine Rolle ergattern konnte, einen Mord am Set beobachtet. Der Schütze hat sie wegen ihres entsetzten Schreis auch bemerkt, bevor er geflohen ist. Was sie besonders verstört hat: Er trug auch eine Axt bei sich.
In der Folge entbrennt eine blutige Hetzjagd durch Potsdam, bei der der Mörder - La Hacha, der Mann mit der Axt - und seine Helfer jedes Versteck Morgensterns und seiner Freunde in kürzester Zeit aufspürt. Auch die Polizei scheint einen Spitzel in ihren Reihen zu haben.
Ganz am Ende offenbart sich wieder der Geheimbund, den wir als mysteriöse Macht im Hintergrund seit dem ersten Teil kennen. In einem Anruf erfährt Morgenstern, dass der Bund ihm nur zeigen wollte, wie verkommen Potsdam mit seinem Drogenmilieu und Killern bereits ist. Aber man habe die ganze Zeit schützend die Hand über ihn gehalten.

Langsam wird es Zeit, dass der Autor ein paar greifbarere Informationen zum Geheimbund verrät, denn Chris Morgenstern gerät immer mehr zum Spielball, der fast ausschließlich reagiert statt zu agieren. Der Spannung tut das bisher allerdings keinen Abbruch. Ansonsten bleibt Morgenstern eine inszenierte Lesung mit eingestreuten illustrierenden Szenen und wird wie immer exzellent von Olaf Seitz gesprochen.

Fazit: Die Axt ist ziemlich brutal, blutig und spannend, obwohl wieder keine Details zum Geheimbund verraten werden. Hoffentlich geben die kommenden Teile mehr preis, damit Chris Morgenstern endlich wieder die Initiative bekommt.




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