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Morgenstern #02 - Todeszone Sinai
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 06.08.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Raimon Weber, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 6,99 EUR


Raimon Webers Morgenstern erzählt von den Fällen des Privatdetektivs Christian (Chris) Morgernstern. Seit einer Nahtoderfahrung hat der Potsdamer seinen ursprünglichen Job als Polizist an den Nagel gehängt. Was geblieben ist, sind alte Kontakte. Insofern ist Chris ein typischer moderner Detektiv mit Draht zur Polizei, einer Lieblingskneipe, einem Kumpel für's Grobe und einer insgesamt eher lockeren Lebensführung mit ständiger Geldknappheit.

Im zweiten Fall Todeszone Sinai nimmt eine besorgte und gut betuchte Mutter Kontakt zu Morgenstern auf. Ihr Sohn, Arzt bei einer humanitären NGO (Anm. d. Red.: Non Government Organisation = Nichtregierungsorganisation), ist in Ägypten verschwunden. Also reist der Detektiv nach Kairo und kommt dort auf die Spur eines international agierenden Kartells, das Geschäfte mit einer extrem kostbaren Ware macht: Menschlichen Organen, die Gefangenen gleich vor Ort entnommen werden. Die ausgeweideten Leichen werden einfach in der Wüste entsorgt.
Besonders spannend wird die Geschichte durch die Ungewissheit einer fremden Kultur, in der sich auch Morgenstern - teils mit Hilfe Einheimischer - erst zurecht finden muss. Außerdem ist Ägypten schon längst kein stabiles Staatsgebilde mehr und immer für einen (böse) Überraschung gut.
Ganz am Ende wird der Hörer zudem noch einmal richtig verstört. Nachdem die eigentliche Geschichte ihr Finale erreicht hat, gibt es einen Nachklapp, der offenbart, dass der Geheimbund aus dem ersten Teil Leben und Sterben wohl auch hier seine Finger im Spiel hatte - aber in Form einer schützenden Hand über Chris Morgenstern. Man darf gespannt sein, wie sich dieser Zweig der Geschichte weiterentwickelt.

Was für den ersten Teil technisch gilt, kann man auch über den zweiten sagen: Die Geschichte selbst ist mit der Altersempfehlung von 16 Jahren eher zahm belegt, was aber dadurch abgemildert wird, dass Morgenstern eine inszenierte Lesung ist, also eher einem Hörbuch gleicht, das allerdings exzellent von Olaf Seitz gesprochen wird. Dezent in den Hintergrund eingebaute Szenenspiele ergänzen den Erzähler.

Fazit: Todeszone Sinai ist ein echter Reißer, der durchweg zu gefallen weiß. Er ist zwar hart, aber immer spannend und logisch.




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