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Blood Bound
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 24.07.2014, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Kalle Krenzer, Verlag: Heidelberger Spieleverlag, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 14,95 EUR


Blood Bound schwimmt auf der Welle von Gruppen- und Eventspielen à la "Die Werwölfe vom Düsterwald". Mit letzterem gemein hat es z.B. den düsteren Plot (hier Vampire dort Werwölfe) und die relativ hohe Anzahl von Spielern. Sechs bis zwölf dürfen es laut Verlag schon sein, die sich eine Viertel- bis halbe Stunde beharken. Zumindest sehr ähnlich ist auch das Spielziel: Die Entlarvung und Unterwerfung des jeweils verfeindeten Clanführers.
Das Herz des Spiels sind die 20 Charakterkarten (jeweils neun pro Clan und zwei Inquisitoren), die allesamt stimmungsvolle ironisch angehauchte Fotos der dargestellten Personen zeigen (Ältester, Todeshändler, Harlekin, Alchemist, Mentalist, Leibwächter, Berserker, Magier, Kurtisane und Inquisitor). Darüberhinaus finden sich auf den Karten fünf Symbole:

- Das Hinweissymbol zeigt an, ob der Charakter dem Clan der Bestie oder der Rose angehört. Inquistoren sind zur Tarnung auch einem Clan zugeordnet, obwohl sie keinem loyal gegenüber sind. Zu Beginn des Spieles, wenn je nach Spieleranzahl drei bis sechs zufällig bestimmte Charakterkarten beider Clans gemischt und verdeckt verteilt worden sind, zeigt jeder Spieler seinem linken Nachbarn das Hinweissymbol seiner Karte. Ein Inquisitor kommt nur ins Spiel, wenn die Spieleranzahl ungerade ist.
- Das Clansymbol zeigt die echte Clanzugehörigkeit an. Beim Inquisitor befindet sich hier das Geheimbundzeichen.
- Die drei übrigen Symbole sind als Gruppe angeordnet und zeigen den Rang der Figur von eins bis neun (je niedriger die Zahl, desto höher der Rang) sowie Loyalitätssymbole (Clansymbol oder Fragezeichen bei getarnter Loyalität). Clanführer ist jeweils der Spieler mit dem höchsten Rang im Spiel. Zu Beginn des Spiels kann sich also außer Spielern, die zufällig die Karte des Ältesten bekommen haben, niemand sicher sein, ob er der Clanführer ist.

Um nun Hinweise über die Charaktere und ihre Rolle und Position zu bekommen, muss man eine Attacke gegen sie führen, wenn man an der Reihe ist. Das Opfer der Attacke erleidet einen Schaden und muss deshalb eines der drei gruppierten Symbole auf seiner Charakterkarte nach seiner Wahl preisgeben. Dazu wird ein passender Marker neben die verdeckte Charakterkarte offen ausgelegt.
Um diesem Treiben noch mehr Würze zu verleihen, hat jeder Charakter Sonderfähigkeiten (z.B. jemanden Heilen, jemanden im Kampf unterstützen, einen Fluch aufsprechen...), die er einsetzen kann, wenn sein Rang aufgedeckt worden ist.
Wenn ein Spieler zum vierten Mal Schaden erleidet, gilt er als unterworfen und das Spiel endet sofort mit dem Aufdecken aller Charakterkarten. Ist der unterworfene Charakter der Clanführer gewesen, gewinnt der Clan des Attackeführenden. Andernfalls gewinnt die andere Seite.

Fazit:Wir haben es hier also mit einem recht eingängigen Spiel zu tun, das vor allem durch taktische Elemente immer neue Situationen schafft. Die gefällige düstere Gestaltung tut ihr Übriges, um den Spielreiz aufrecht zu erhalten. So fällt es nicht weiter ins Gewicht, dass Blood Bound nur im Spielmechanismus mit neuen Ideen aufwartet, die vom Stil aber schon von "Die Werwölfe vom Düsterwald" und seinen Klonen bekannt sind. Blood Bound macht einfach Spaß und ist deshalb einen Empfehlung wert.




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