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Hey, danke für den Fisch!
Von Jan-Hendrik Strenzke

Rezension erschienen: 08.01.2014, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Günter Cornett, Alvydas Jakeliunas, Verlag: Heidelberger Spieleverlag, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 8,95 EUR


Putzige Pinguine hüpfen von Eisscholle zu Eisscholle und sammeln fleißig frische Fische ein. Nach und nach entstehen dabei immer mehr Löcher in der Eisfläche. Besonders clevere (oder gefräßige?) Pinguine nutzen dies, um fischreiche Gebiete für sich zu sichern und die anderen leer ausgehen zu lassen. Denn am Ende gewinnt, wer die meisten Fische erbeutet hat.

»Hey, Danke für den Fisch« ist eine Neuauflage des Spiels »Pingvinas«, welches im Oktober 2003 im Bambus Spieleverlag erschienen ist und ab Ende 2005 bei Phalanx als »Packeis am Pol« erhältlich war. Es handelt sich hierbei um ein kurzweiliges Zugspiel, bei dem zwei bis vier Spieler versuchen, sich mit einer kleinen Gruppe an Pinguinen möglichst viele Fische einzuverleiben.

Im Gegensatz zu früheren Auflagen ist »Hey, Danke für den Fisch« erstaunlich kompakt ausgefallen, man könnte es glatt für eine Reise-Edition halten. Die gerade einmal gut 12 mal 12 cm große Schachtel stellt bereits im Cover deutlich die wesentlichen Spielelemente heraus. Vorne ein gewitzter Pinguin mit den Armen voller Fische, im Hintergrund ein weiterer Pinguin, der frustriert mit leeren Händen auf einer kleinen Eisscholle treibt.

Im Inneren der Schachtel finden sich dann je vier Plastik-Pinguine in vier Farben sowie 60 sechseckige Eisschollen aus Pappe, auf denen jeweils ein bis drei Fische abgebildet sind. Das Spielmaterial ist insgesamt etwas klein, aber durchweg gut verarbeitet. Ein anschauliches Bild von der Optik des Spiels bekommt man durch die Abbildung einer laufenden Partie, welche sich auf der Rückseite der Verpackung befindet.

Wesentliche Unterschiede zu früheren Auflagen sind die Größe des Materials, eine farbliche Unterscheidung der Fischanzahlen auf den Eisschollen und die Verwendung von Plastik-Pinguinen anstelle von Holzfiguren. Am Spielprinzip und an der grundsätzlichen Optik hat sich nichts geändert.

Die Spielanleitung im DIN A4-Format erläutert auf zwei Seiten in gut verständlicher Weise die einfachen Regeln von »Hey, Danke für den Fisch«. Unterstützt werden die Erläuterungen durch mehrere Bilder, die anschaulich die verschiedenen Zugmöglichkeiten illustrieren.

Zu Beginn des Spiels werden die 60 Eisschollen in einem wabenförmigen, annähernd quadratischen Muster ausgelegt, in dem sich Reihen von sieben und acht Plättchen abwechseln. Anschließend setzen die Spieler abwechselnd ihre Pinguine ein, wobei die Anzahl von der Zahl der Mitspieler abhängt. Bei zwei Spielern erhält jeder vier Pinguine, bei drei Teilnehmern je drei und bei vier Personen lediglich zwei. Dies führt dazu, dass das Spiel bei zwei Personen etwas mehr Planung und Taktik zulässt, was die Spieltiefe deutlich steigert. Bei vier Personen stehen eher das Erkennen von Gelegenheiten und das vereinzelte "dem anderen ein Schnippchen schlagen" im Vordergrund.

Im Verlauf des Spiels ziehen die Teilnehmer abwechselnd jeweils einen ihrer Pinguine in gerader Linie beliebig weit über das Eisfeld und erhalten hierbei die Eisscholle, auf der sie ihren Zug begonnen haben. Hierdurch bilden sich mit der Zeit im mehr Löcher im Eisfeld, die nicht übersprungen werden dürfen. Genauso wenig ist es erlaubt, eine Eisscholle zu betreten oder zu durchqueren, auf der bereits ein anderer Pinguin steht. Dies setzt sich solange fort, bis kein Spieler mehr einen seiner Pinguine bewegen kann. Wer am des Spiels die meisten Fische eingesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit:
Dank der einfachen Regeln ist »Hey, Danke für den Fisch« blitzschnell erklärt und auch für Kinder gut geeignet. Eine Partie dauert selten länger als 20 Minuten und bietet kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Gerade bei zwei und mit leichten Abstrichen auch bei drei Spielern kann man noch ein paar taktische Finessen in das eigene Spiel bringen, wodurch das Ganze auch bei mehrmaligem Spielen interessant bleibt. Die kompakte Gestaltung und der attraktive Preis machen »Hey, Danke für den Fisch« zum perfekten Mitnehm-Spiel, das man fast überall spielen kann.




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