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Doctor Who - Wunderschönes Chaos
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 06.05.2014, Serie: Belletristik, Autor(en): Gary Russel, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 352, Erschienen: 2013, Preis: 12,80 EUR


Es ist nicht wirklich überraschend, dass viele erfolgreiche Fernsehserien auch in anderen Medien fortgesetzt beziehungsweise umgesetzt werden, schließlich gibt es zum einen eine große Fanbase, sonst wäre die Serie nicht so erfolgreich, und einen großen Markt, zum anderen will man eben dieser Fanbase zwischen den Staffeln oder zum Ende der Serie noch etwas bieten.

Für Doctor Who, der aktuell wohl erfolgreichsten Fernsehserie überhaupt, gibt es einiges an zusätzlichen Dingen, zum Beispiel Rollenspiele, jede Menge Merchandise und natürlich auch Romane, die die unterschiedlichen Reinkarnationen des Doktors behandeln und deren Geschichten fortführen und vertiefen. Den zehnten Doktor, gespielt von David Tennant, behandelt das Buch "Wunderschönes Chaos" von Gary Russell, erschienen in der deutschen Übersetzung bei Cross Cult. Der Doktor und Donna Noble, die hier ihren letzten Auftritt hat, wollen eigentlich nur kurz Donnas Familie besuchen, allerdings ist der Doktor ja immer zur rechten Zeit am rechten Ort und deshalb immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird.

Am Anfang scheint aber erst einmal alles recht normal, Donnas Mutter ist vom Besuch des Doktors alles andere als begeistert, Donnas Großvater ist, wie schon gewohnt, das genaue Gegenteil. Dieser lädt den Doktor direkt zu einer Benennungszeremonie für einen neuen Stern ein, den er entdeckt hat. Bevor die Zeremonie aber beginnt, entdeckt der Doktor, dass irgendetwas nicht stimmt, denn der Stern ist etwas merkwürdig und vor allen Dingen scheint es einen technischen Entwicklungssprung gegeben zu haben, der auf normalem Weg nicht erklärt werden kann.
Der Doktor zögert nicht lange und versucht die Ursachen für diese Vorkommnisse zu finden und stößt dann auf einen jungen Konzern, der von einer uralten und bösartigen Macht, auf die der Doktor bereits schon einmal getroffen ist und die er eigentlich gebannt hatte, kontrolliert wird. Diese Kontrolle weitet sich auf weitere Menschen aus und sowohl der Doktor als auch seine Freunde sind in großer Gefahr, als die Macht sich den Menschen offenbart.

Toll übersetzt und lektoriert, da hat Cross Cult mal wieder gute Arbeit geleistet. Gute Arbeit hat auch Gary Russell abgeliefert. Die Protagonisten sind perfekt getroffen und handeln so, wie sie auch im Fernsehen handeln. Die weiteren Figuren sind ebenfalls sehr gelungen und bieten einige Facetten, die man sich das eine oder andere Mal auch in der Serie gewünscht hätte. Die Geschichte selbst ist solide aber nicht unbedingt innovativ. Es war alles schon irgendwo da und deshalb nimmt die Geschichte kaum überraschende Wendungen. Spannung gibt es aber dennoch, denn an einigen wichtigen Stellen wird vom Doktor zu einer anderen Hauptperson umgeschaltet oder eben andersherum und man wartet quasi wie in einer Werbepause auf die Fortsetzung oder Aufklärung des Cliffhangers.

Fazit: "Wunderschönes Chaos" von Gary Russell für Doctor Who ist ein solides Buch, das den Geschichten um Donna Noble und dem zehnten Doktor ein neues Kapitel hinzufügt. Die Geschichte selbst ist zwar durchaus spannend, aber leider nicht sehr innovativ. Die Protagonisten und die Antagonisten sind aber wirklich gelungen und deshalb kann man das Buch Fans der Serie durchaus empfehlen, Einsteiger in die Welt des Doktors sollten aber die Finger davon lassen.




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