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Dorian Hunter 23 - Tod eines Freundes
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 12.01.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Marco Göllner, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 8,99 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den 70er-Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er-Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

In den letzten Folgen war Hunter vor allem mit der Vergangenheit seiner früheren Inkarnation als Juan Garcia de Tabera beschäftigt. Was vor Tod eines Freundes teils mysteriöser Zeitsprung oder angedeuter Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwart war, wird jetzt endlich zu einem Bild. De Tabera trifft auf seinen Erzgegner Lucero (Ex-Inquisitor) und wird Zeuge der Geburt des Dämonendrillings. Er lernt aber auch das einzige Mittel gegen die Höllenkreatur kennen, den von de Taberas Mentor Albertus Villanovanus im Alchemielabor geschaffenen Drudenfuß. Genau dieses Artfeakt sucht 500 Jahre später auch Dorian Hunter, als klar wird, dass der Dämonendrilling überlebt hat. Beide Inkarnationen - Hunter und de Tabera - werden in ihrer Abhängigkeit voneinander erkennbar.

Dem aufmerksamen Leser dürfte damit klar sein, dass Hunter in seiner Gestalt als de Tabera gescheitert ist und daran trägt auch ein weiterer teuflischer Bekannter erhebliche Schuld, der schon Esmeralda ins Unglück stürzte. Dazu treten auch noch in Olivaro, dem kommissarischen Oberhaupt der schwarzen Familie, und Coco Zamis weitere alte Bekannte auf. Und: Ein alter Freund stirbt, wie der Titel sagt, tatsächlich. Der neue Teil der Serie Dorian Hunter ist spannend aber auch blutig und brutal. Kein Opfer der dunklen Machenschaften stirbt einen simplen Tod. Dazu kommt eine wieder anspruchsvollere Erzähltechnik, die mit ihren zwei Zeitebenen aber dennoch gut überschaubar bleibt. Nach dem eher durchwachsenen letzten Teil ist Tod eines Freundes auf jeden Fall eine deutliche Steigerung. Die gewohnt düstere Covergestaltung und das starke Sprecherensemble um Thomas Schmuckert als Dorian Hunter tun ihr Übriges, um den positiven Eindruck noch zu verstärken.

Fazit: Tod eines Freundes ist eine starke Folge, an der man als Fan der Serie auf keinen Fall vorbeikommt. Außerdem macht sie neugierig auf die schon angedeuteten Konflikte. Was führt Olivaro im Schilde, der Hunter seine Unterstützung im Kampf gegen den Dämonendrilling anbietet? Und wie kommt man dem Drilling überhaupt genau bei?




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