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Millionenraub (Krimi-Kartenspiel)
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 03.01.2014, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Inka Brand, Marcus Brand, Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 12,90 EUR


Freunde von "Scotland Yard" und "Cluedo" können aufatmen. Es gibt wieder ein neues Kartenspiel, das ihr Interesse wecken dürfte. Insgesamt hat der Gmeiner-Verlag mit Millionenraub schon sein sechstes Ermittlungsspiel auf den Markt gebracht.

Zum Themenaufhänger: Trotz sich dicht drängelder Besucher hat zunächst niemand im Museum bemerkt, dass das berühmte Werk "Der laute Ruf" entwendet wurde. Erst mit einer Lautsprecherdurchsage "Niemand verlässt den Saal." und dem Herbeieilen von Kriminalbeamten rückt die dreiste Tat in den Mittelpunkt des Interesses. Im Stile der berühmten deduktiv arbeitetenden Ermittler (z.B. Dupin, Sherlock Holmes und Poirot) gilt es für die zwei bis vier Spieler bei Millionenraub nun, mit Fragen und logischen Kombinationen möglichst schnell den Kunstdieb dingfest zu machen.

Dazu findet man in der etwa taschenbuchgroßen Schachtel acht Hinweis-Karten, 42 Polizei-Karten und 42 Zeugen-Karten sowie jeweils einen Museumsblock und einen Spurensicherungsblock mit inhaltsgleichen Seiten zum Abreißen und ein 16-seitiges Regelheft. Alle Materialien überzeugen sowohl qualitativ als auch durch ihre Gestaltung (stabile Karten z.B. mit Fotos).
Jeder Spieler erhält ein Blatt vom Museumsblock, der Startspieler zusätzlich ein Blatt vom Spurensicherungsblock nebst der acht Hinweis-Karten. Die Polizei- und die Zeugen-Karten werden gemischt und als zwei getrennte Stapel bereit gelegt. Außer dem Startspieler zieht danach jeder je drei Karten von beiden Kartenstapeln.
Aufgabe des Startspielers ist es dann, geheim das Innere des Museums auf sein Blatt aus dem Museumsblock zu zeichnen. Dabei stehen ihm Symbole für Gänge, Besucher, Statuen und Gemälde zur Verfügung, die er in einem Raum mit sechs mal sechs Feldern (waagerecht 1-6 und senkrecht A-F) verteilen muss. Ganz willkürlich kann er dabei nicht arbeiten. So muss der Gang immer mit einem geraden Stück beginnen und ebenso enden. Zudem muss er von einer Seite zur gegenüberliegenden verlaufen, wobei Kurven nicht direkt aufeinander folgen dürfen. Besucher zeichnet man neben Gängen ein, Statuen wiederum neben Besuchern und die Gemälde finden ihren Platz neben Statuen. Auf dem Blatt vom Spurensicherungsblock notiert der Startspieler danach eine Spurenfolge, die zum Täter führt und legt das Blatt offen sichtbar aus.
Der Reihe nach sind die Spieler jetzt mit der Zeugenbefragung am Zug. Sie ziehen jeweils eine Polizei- und eine Zeugen-Karte, die zusammen die waagerechte bzw. die senkrechte Lage eines Feldes auf dem Museumsplan angeben und dürfen für das Feld eine Hinweiskarte einsehen. Die zeichnet der Spieler dann in sein Blatt vom Museumsblock ein, bevor der nächste Spieler an der Reihe ist. Wer meint, den Täter gefunden zu haben, zeichnet ihn auf seinem Blatt ein und reicht es dem Startspieler. Liegt man mit der Vermutung richtig, gewinnt man die Runde. Andernfalls scheidet man aus und die übrigen Spieler setzen das Spiel fort. Soweit der grobe Spielablauf, der noch durch einige Feinheiten bereichert wird und in der Spielanleitung anschaulich bebildert und gut verständlich erklärt wird.

Fazit: Millionenraub ist schnell zu erlernen und schnell zu spielen. Wegen der jedes mal neuen Ausgangslage ist auch der Wiederspielwert hoch und kann dank der wertig gefertigten Spielmaterialien lange und voll genossen werden. Nur die Seiten der Blöcke dürften schnell aufgebraucht sein. Aber dafür hat der Verlag vorgesorgt und die Originale zum Download bereitgestellt. Also eine klare Empfehlung für das Spiel!




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