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Dorian Hunter 22.2 Esmeralda - Vergeltung (Teil 2 von 2)
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 03.01.2014, Serie: Auditorium, Autor(en): Marco Göllner, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 9,90 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den 70er-Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er-Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Nach der Teilfolge 22.1 Esmeralda - Verrat folgt nun der Teil 22.2 Esmeralda - Vergeltung, mit dem man hohe Erwartungen wegen der zahlreichen neuen Handlungsfäden verbinden konnte. Wäre da nur der Handlungsstrang der Geschichte um Esmeralda, müsste man klar sagen: Die Erwartungen werden enttäuscht. Esmeralda, ein vermeintlich hellseherisch begabtes Mädchen aus dem Jahre 1506, ist von Inquisitor Lucero in dessen Dienste gezwungen worden. Tatsächlich fehlt ihr aber die übersinnliche Fähigkeit, weshalb sich der Inquisitor grausam an ihr rächt und ihr Gesicht verstümmelt. Danach wird sie von einem Vampir als Rache an Juan Garcia de Tabera (Dorian Hunters zweitem Leben) gebissen und damit in dem schrecklichen Zustand zu ewigem Leben verurteilt. Esmeralda flieht, nachdem sie Garcia de Tabera ihre neue Gestalt offenbart hat und er sie zur Erlösung töten will. Fortan sinnt sie nur noch auf Rache, die sie merkwürdigerweise schließlich in der Gegenwart, an dem im Krankenhaus ohne Bewusstsein liegenden Dorian Hunter vollziehen will. Die Lösung fällt hierbei banal aus. Warum sie nicht versucht Rache an dem Vampir selbst zu nehmen bleibt hierbei unklar.

Vielleicht auch deshalb hat Marco Göllner noch ein weiteres Kurzhörspiel Schneesturm (Laufzeit ca. 20 Minuten) angehängt, das in wesentlich anspruchvollerer Struktur produziert worden ist. Es soll laut Booklet "das große Ganze" und das Schicksal des Vampir-Oberhaupts von New York, Bob Dinero (aus Folge 6 und Folge 20), beleuchten und meistert diese Aufgabe sehr gut. Ohne die Booklet-Angaben gelesen zu haben, ist es allerdings schwer, die Verbindung mit der Hauptgeschichte herzustellen.

Optimal gelungen ist mal wieder die technische Seite rund um das gewohnt gute Sprecherensemble, auch wenn es vielleicht für einige Hörer befremdlich wirkt, dass Dorian Hunters frühere Existenz als Juan Garcia de Tabera von Constantin von Jascheroff gesprochen wird, während seine Erinnerungen aus der Gegenwart von Thomas Schmuckert (die normale Stimme von Hunter) übernommen werden.

Fazit: Esmeralda - Vergeltung hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Das Haupthörspiel verfolgt in erster Linie einen sehr simpel gestrickten Erzählfaden und lässt vieles, was der Teil 22.1 angestoßen hat, weiter im Dunklen. Dafür glänzt das zweite, kürzere Hörspiel. Wenn man es positiv nimmt, bleibt jetzt noch viel Erzählstoff, auf den man sich bei den kommenden Teilen freuen kann.




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