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Steam Noir 2: Das Kupferherz 2
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 26.08.2013, Serie: Comics, Autor(en): Felix Mertikat, Jakob Eirich, Verena Klinke, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 64, Erschienen: 2012, Preis: 16,80 €


Hat uns der erste Band von Steam Noir noch etwas konsterniert zurückgelassen, so entwirren sich im zweiten die Fäden etwas. Wir begleiten weiterhin den Bizzarromanten Heinrich Lerchenwald, seinen mechanischen Sidekick Hirschmann und Frau D auf der Suche nach dem Kupferherz. Als sie gleich zu Anfang in der Villa des reichen Ingenieurs Presteau eine Seele entdecken, die eine verstörende Maske trägt, gewinnt die Geschichte endlich etwas an Fahrt.
Doch so wie Band 1 eine Hinführung war, ist Band 2 am ehesten ein Rückblick. Der Leser erfährt mehr über Lerchenwalds Leidensweg und warum er als Mitglied des Leonardbundes seine eigene Agenda verfolgt. Auch lichtet sich der Schleier um das Mysterium der "Blinden Tage", wenn die Welt der Toten jener der Lebenden am nächsten ist.
Nur allzu schnell ist auch dieser Band zu Ende, nicht ohne mit einem weiteren unerwarteten Cliffhanger aufzuwarten, der den Leser dann doch zufrieden stimmt und Lust auf mehr macht.

Die Geschichte versucht in aller Ruhe die Geschehnisse etwas zu entflechten. Der Leser hat sich nun an die Welt gewöhnt und will verstehen, was es mit den losen Enden auf sich hat, die der erste Band übrig gelassen hat. Dabei erinnert die Serie bisher an ein klassisches, investigatives Abenteuer, in dem man von Ort zu Ort geht, Informationen sammelt, kanalisiert und in ein unfertiges Puzzle einsetzt.

Fazit: Die Serie nimmt sich genügend Zeit, um ihre Geschichte zu erzählen. Das ist gut, aber leider ist letzten Endes bisher nicht viel passiert. So wie die Grafik in ihren Sepiatönen dahinschlummert, so entwickelt sich auch die Geschichte. Ich bin gespannt, ob "Steam Noir" in den letzten beiden Bänden noch den nötigen Drive bekommt, um wirklich groß zu werden, oder ob es das interessante Kleinod bleibt.




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