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Dorian Hunter 22.1 Esmeralda - Verrat (Teil 1 von 2)
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 29.08.2013, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 9,90 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den 70er-Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er-Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Die Bezeichnung "Teil 22.1" ist für den neuen Dorian Hunter Esmeralda - Verrat sehr passend. Alleine für sich genommen stößt das Hörspiel viele Erzählungen an, ohne ihren Sinn schon voll erfassbar zu machen. Da aber die reine Fülle an geplanten zusammenhängenen Themen den Rahmen eines Hörspiels gesprengt hätte, wirbt Regisseur Marco Göllner im Booklet um Verständnis für die Aufteilung.

Inhaltlich kehrt Esmeralda - Verrat unter anderem zu den Wurzeln der Hörspielreihe zurück. Auf zwei zeitlichen Erzählebenen geht es um Dorian Hunter und seine Reinkarnation aus der Vergangenheit, Nicolas de Conde. Auf der Suche nach Informationen zu seinem vergangenen Leben stößt Hunter dank der Hilfe Norbert Helnweins auf Aufzeichnungen aus der Zeit der spanischen Inquisition. Das im Jahre 1506 der Hellseherei angeklagte Mädchen Esmeralda wurde damals gezwungen, ihre Gabe fortan in den Dienst des Inquisitors Lucero zu stellen. Zunächst soll sie Informationen über einen jungen Mann namens Juan Garcia de Tabera sammeln. Was sie herausfindet, muss furchtbar sein, wird aber noch ebenso im Dunkeln gelassen wie der Grund für das anschließende seltsame Handeln der Inquisition. Weitere Fragen wirft der Umstand auf, dass Helnwein mit seiner Recherche wohl unglücklich weitere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Warum sonst verübt man einen Anschlag auf ihn? Und zu guter Letzt wird noch ein Blick auf die Aktivitäten des kommissarischen Oberhaupts der schwarzen Familie, Olivaro, geworfen, der ebenfalls seltsame Aktivitäten offenbart.

An Spannung mangelt es dem Hörspiel wahrlich nicht, aber erst mit dem kommenen Teil wird sich zeigen, ob die erzeugten hohen Erwartungen gerechfertigt sind. Wenn man allerdings die vergangenen 21 Teile Revue passieren lässt, muss man wohl keine Angst haben, negativ überrascht zu werden.

Technisch ist anEsmeralda - Verrat nichts auszusetzen, zumal wie immer ein exzellentes Sprecherensemble zusammenkommt. Die neue Rolle des Inquisitors wird zum Beispiel von dem als Synchronsprecher und Schauspieler bekannten Volker Brandt gesprochen.

Fazit: Esmeralda - Verrat - Teil 22.1 - bringt zwar keinen Erzählfaden zuende, strotzt aber wegen der perfekten Technik und der erstklassigen Sprecher nur so vor Spannung. Das macht Lust auf den kommenden Teil 22.2, der hoffentlich Licht ins Dunkel bringt.




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