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7 Wonders Wunder-Pack
Von Jan-Hendrik Strenzke

Rezension erschienen: 07.01.2014, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Antoine Bauza, Verlag: Asmodée Editions, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 9,95 EUR


Der "Wonder Pack" ist die jüngste Erweiterung zu "7 Wonders", dem Kennerspiel des Jahres 2011, und auch mit Abstand die kleinste. Gerade einmal vier neue Wunder werden hier geboten, wobei eines davon die Überarbeitung einer Zugabe aus der Spielbox ist (Mannekin Pis, Ausgabe 01/2011).

Wie vom Grundspiel gewohnt, sind die Spielpläne der einzelnen Wunder aus stabiler Pappe gefertigt und genau wie die zugehörigen Karten ansprechend und detailreich illustriert. Ein einfacher Pappschuber und drei Regelbögen in Deutsch, Englisch und Französisch runden das Paket ab. Die Erläuterungen sind klar und präzise formuliert und durch Beispiele verdeutlicht. Auch an mögliche Wechselwirkungen mit anderen Erweiterungen wurde gedacht, so dass wirklich keine Fragen offen bleiben. Dadurch lassen sich die vier neuen Wunder in wenigen Minuten erläutern und zum restlichen 7-Wonders-Material hinzufügen.

Die Chinesische Mauer bietet auf beiden Seiten gleich vier Bauabschnitte, die in unterschiedlichen Bereichen Unterstützung liefern. Das besondere hierbei: Man kann die Abschnitte in beliebiger Reihenfolge bauen, sich also nur die Rosinen für die eigene Strategie herauspicken. Zudem verwendet die B-Seite einige Symbole aus der "Cities"-Erweiterung, ist jedoch auch ohne diese komplett nutzbar.

Abu Simbel erfordert zwingend die "Leaders"-Erweiterung, um genutzt werden zu können. Die Besonderheit hier ist, dass man einen bereits gespielten Anführer "mumifizieren" und damit aus dem Spiel nehmen kann. Eventuelle Effekte des Anführers gehen damit verloren, aber dafür erhält man bei Spielende seinen doppelten Kaufpreis in Siegpunkten.

Stonehenge ist ein eher klassisches Wunder, das vorrangig Siegpunkte bringt. Neu ist hierbei die Idee, dass man bei Spielende Punkte für Steine auf den Ressourcenkarten erhält. Der Clou ist jedoch die zweite Stufe der B-Seite. Hier schiebt man wie gewohnt eine Karte darunter und erhält dafür bei Spielende einen Punkt für jede Karte der gleichen Farbe, die in beiden Nachbarstädten ausliegen.

Manneken Pis ist ein eher ungewöhnliches Wunder, auf dessen A-Seite man einfach Wunderstufen der Nachbarn kopiert. Die B-Seite geht dafür bei nur einer Stufe in die Vollen. Es werden sämtliche Ressourcen des Spiels je einmal benötigt und dafür gibt es dann massig Geld, Siegpunkte und ein wenig Militärstärke. Lediglich das kostenlose Bier vom Besitzer des Spiels, das als Gag in der Promotion-Variante enthalten war, ist leider bei der Überarbeitung weggefallen. Dafür ist Manneken Pis jetzt aber zu einem gut spielbaren Wunder geworden.

Mit dem "Wonder Pack" wurde das Rad sicher nicht neu erfunden. Im Gegensatz zu den vorherigen Erweiterungen kommen keine grundlegend neuen Spielmechanismen hinzu. Jedoch bietet jedes Wunder für sich mindestens eine neue Idee und spielt sich anders als die bestehenden Spielpläne. Alle vier Wunder wirken gut durchgetestet und ausbalanciert und bereichern das Spiel.

Fazit:
Die neuen Spielpläne fügen sich nahtlos in das Grundspiel ein und bieten eine Reihe netter, neuer Ideen. Bei einem Preis von knapp zehn Euro für Sammler und Fans ein absolutes Muss, für alle anderen zumindest eine Überlegung wert.




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