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Schattenjäger: Dämonenjäger
Von Lars-Hendrik Schilling

Rezension erschienen: 02.09.2013, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Andy Hoare u.a., Verlag: Heidelberger Spieleverlag, Seiten: 152, Erschienen: 2013, Preis: 34,95 EUR


Das Imperium der Menschheit sieht sich ständig den Angriffen fürchterlicher Feinde ausgesetzt. Doch von Xenos über Chaosdiener ist kein Widersacher so erschreckend wie die Dämonen des Warps. Den Glanz des Imperators zu bewahren und das Reich und seine Bürger vor diesen Kreaturen zu schützen, das ist die heilige Aufgabe des Ordo Malleus, der sich einzig und allein der Ausrottung der Dämonenbrut verschrieben hat. Diesen grausamen Kampf am Spieltisch umzusetzen und zu erleben, dazu gibt es das Quellenbuch Dämonenjäger.

Das Material des Quellenbuches besteht aus fünf Kapiteln:
Im ersten Teil wird der Orden und seine Funktionsweise im Detail geschildert. Sowohl die Institutionen als auch das Selbstverständnis und die Ideologie des Ordens werden zusammen mit seiner Geschichte genau beschrieben, so dass dieses Kapitel dem Spielleiter viele Möglichkeiten gibt, dieses Konzepte in seinem Spiel umzusetzen.

Das zweite Kapitel schildert die regeltechnischen Aspekte der Charaktererschaffung. Es ist weder sonderlich gut noch schlecht, sondern einfach ein notwendiger Regelteil. Ähnlich ist es mit dem dritten Kapitel, das einfach nur die spezielle Ausrüstung aufführt, auf das der Ordo Malleus zurückgreifen kann.

Das vierte Kapitel bietet dem Spielleiter dagegen sehr viele Anregungen. Es schildert die Natur und Mächte der dämonischen Wesenheiten und gibt viele Beispiele für dämonische Kreaturen. Vor allem aber nutzt es all diese Konzepte zusammen mit anregenden Vorschlägen zur Umsetzung der Dämonenbrut in Abenteuern. Es werden außerdem Thematiken des Ordo Malleus für Abenteuerideen vorgeschlagen. Dieses Kapitel ist eine Fundgrube an Ideen und in gewisser Weise auch unabdinglich für den Spielleiter, der das Ziel hat, die Erlebnisse des Ordo Malleus für die Spieler fühlbar anders zu gestalten als andere Schattenjäger-Kampagnen.

Das fünfte Kapitel fügt sich nur zu Hälfte in Schattenjäger ein, zur anderen Hälfte schlägt es die Brücke zu Deathwatch. Denn das letzte Kapitel des Werkes widmet sich den Grey Knights, jenen Space Marines, die das mächtigste Schwert gegen die Bedrohung durch die Dämonen des Warps darstellen. Die Schilderung ist auch ohne Kenntnis des Deathwatch-Regelwerks halbwegs verständlich, aber vom Welthintergrund her dennoch etwas unvollständig. Dafür ist der regeltechnische Teil vollständig und kann komplett mit Schattenjäger umgesetzt werden.

Fazit: Dämonenjäger ist sicher kein Muss für einen Schattenjäger-Spielleiter, aber es bietet neue Möglichkeiten, die vollständig erschlossen werden und direkt für eine entsprechende Kampagne verwendbar sind. Trotz seiner recht spezifischen Zielsetzung ist es ein hochwertiges Quellenbuch und wen das Thema interessiert, der wird hier einen reichen Schatz an Material vorfinden.




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