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Star Trek - Countdown to darkness - Softcover
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 08.01.2014, Serie: Belletristik, Autor(en): David Messina, Mike Johnson, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 104, Erschienen: 2013, Preis: 14,80 EUR


Lange ist es Usus, Handlungen von Kinofilmen durch Videospiele oder Comics fortzuführen - auch bei der Neuauflage Star-Trek The Original Series (TOS). Dies gelang mit dem Comic zum ersten Kinofilm mit der aktualisierten Crew leider ein wenig holprig, indem man durch etwas krude Handlungsstränge das Ende von Nemesis mit der alten Enterprise verknüpfte. Aber Zeitsprünge dieser Art sind Star-Trek Fans mittlerweile ja gewöhnt.
Nun folgt mit Countdown into Darkness der zweite Comic als Vorspiel zu Into Darkness.

Durch eine Routinemission wird die Enterprise zum Klasse M Planeten Phaedus zitiert. Dessen Bevölkerung befindet sich auf dem technologischen Stand des römischen Imperiums. Ein klassisches Szenario, die oberste Direktive greift und die Crew darf sich natürlich nicht einmischen. Doch plötzlich wird die Technik des Raumschiffs durch ein Störsignal lahm gelegt - ein Signal, das nicht zum Entwicklungsstand des Planeten passt.

Wie es sich gehört, verlassen Kirk und Spock die Enterprise, nicht ohne an die obligatorischen "Redshirts" zu denken – es muss ja spannend bleiben. Auf dem Planeten treffen sie auf ein altes Relikt der Sternenflotten, das lange als verschollen galt und deutlichen Einfluss auf die ansässige Spezies hat, die sich ihrerseits in einem bitteren Bürgerkrieg befindet.

Wo Countdown noch auf den alten Trick zurückgreift, durch altbekannte Charaktere eine neue Crew einzuführen, wirkt Countdown to Darkness deutlich erwachsener. Die bei den Fans etablierte Crew besinnt sich auf sich selbst. Das ist charmant und konsequent. Somit kann dieser Comic überzeugen, der nicht nur ordentlich Action zeigt, sondern auch die Beziehung von Spock zu Uhura näher beleuchtet, ohne dabei zu sehr zur Space Opera zu werden.

Grafisch begeistern meist klare, großformatige Panels und saubere Zeichnungen. Die Schauspieler der Filme werden perfekt getroffen; sogar das Muster der neuen Shirts stimmt. Alles in allem eine runde Sache.

Fazit: Auch im Comic-Genre hat die neue/alte Enterprise die Kurve gekriegt. Das Buch macht einfach Spaß und lässt sich in einem Rutsch lesen. Somit darf und muss an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen werden, wenn man den Film mochte und bereits gesehen hat. Und wer im Film mehr von den neuen, coolen Klingonen sehen wollte, der wird an dieser Stelle nicht enttäuscht werden. Eine neue Crew im Comicformat? Make it so!




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