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Dorian Hunter 21 - Herbstwind
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 09.07.2013, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): Marco Göllner u.a., Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 9,90 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den 70er-Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er-Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Ganz entgegen der Erwartung, Herbstwind greife die losen Fäden von Devil’s Hill auf, ist der Teil 21 der Serie ganz als Exkurs angelegt. Der Teaser am Ende, der Dorians Hunters Frau Lilian als zukünftiges erstes Ziel der schwarzen Familie markiert, belegt dies.
Folgenreich hat hier ein Hörspiel produziert, dass die beiden Serien Dorian Hunter und John Sinclair in Kontakt bringt. Beide Helden tauchen auf und geraten aneinander, um später gemeinsam die Lösung des Falls zu erreichen. Genauer klärt Hunter den geradlinig erzählten Fall mit Hilfe eines Artefaktes von Sinclair. Dieses Hörspiel ist laut Verlag in beiden Serie aus der Perspektive der jeweiligen Helden erzählt erschienen - einige Szenen sollen sogar identisch sein.
Inhaltlich ermittelt Dorian Hunter in einem Fall von vermeintlicher Besessenheit. Eine Handyaufnahme zeigt den schottischen Beerdigungsunternehmer Howard Little, der gerade die Trauerrede hält, als er plötzlich und deutlich die Stimme wechselt. Der Fall an sich ist durchweg übernatürlich angelegt. Untote gibt es in rauhen Mengen, aber natürlich auch eine positive Lösung am Ende. Makaberes Faktum nebenbei: Ursache der höllenhaften Entwicklungen war eigentlich eine starke Liebe.
Ansonsten wartet Herbstwind noch mit einer weiteren Besonderheit auf. Der Erzbösewicht der Geschichte wird von niemand geringerem gesprochen als Jürgen Prochnow, bekannt als Kapitän aus "Das Boot" und zahlreichen Hollywoodproduktionen.
Zu Covergestaltung, Sprecherensemble, Technik, Sound und Musik nur ein kurzes Wort: Vorbildlich!

Fazit: Herbstwind bietet einen originellen Ausflug, der keine Berührungspunkte mit dem Haupterzählstrang der Serie hat. Seine geradlinige Geschichte ist temporeich und spannend erzählt. Gute Unterhaltung ist also garantiert.




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