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Warhammer 40K: Schwarzer Kreuzzug Grundregeln
Von Lars-Hendrik Schilling

Rezension erschienen: 04.06.2013, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Heidelberger Spieleverlag, Seiten: 452, Erschienen: 2013, Preis: 49,95 EUR


"Come to the dark side. We have cookies."

Kaum eine Rollenspielwelt ist derart düster und mit so fiesen Widersachern ausgestattet wie jene von Warhammer 40.000. Und die bösen Jungs zogen die Leute schon immer an. Insofern ist es geradezu höchste Zeit, dass mit Schwarzer Kreuzzug nun das Rollenspiel zum Spielen von Ketzern - Jünger des Chaos und Chaos-Space-Marines - erschienen ist.

Das Regelwerk ist sehr umfangreich und detailliert gehalten. Bereits die Einleitung schildert auf über 30 Seiten Historie und Besonderheiten der Spielwelt. Der Bruderkrieg und die Natur des Imperiums werden aus der Sicht des Chaos beschrieben. Auch die Seite des Chaos ihre Götter werden fühlbar vermittelt.

Die Charaktererschaffung umfasst den Großteil des Buches. Ausrüstung und Psikräfte eingeschlossen reicht sie über fünf Kapitel. Prinzipiell stehen dem Spieler zwei Optionen zur Auswahl: Er kann entweder einen Chaos-Space-Marine spielen oder einen menschlichen Diener des Chaos verkörpern. Während erstere vor allem das Grobe übernehmen (mächtige Krieger mit hohen Attributswerten), sind die Jünger des Chaos fertigkeitsfokussiert und können eher auf Intrige und Unterwanderung setzen.
Diese Zweigleisigkeit bildet damit praktisch alle Fälle von menschlichen Ketzern ab, stellt den Spielleiter aber auch vor die häufige Herausforderung diametral unterschiedliche Charaktere in einer Runde zu vereinigen; zumal der Welthintergrund nicht wirklich kooperative Gutmenschen nahelegt.

Insofern ist es lobenswert, dass es ein eigenes Kapitel zum Thema Spielleitung gibt. Es schildert nicht nur, wie die verschiedenen Regelmechanismen zum Einsatz gebracht werden können, sondern auch wie man auf verschiedene Spielstile eingeht und wie man auf dieser Grundlage Abenteuer und Kampagnen aufbaut. Gerade letzteres ist sehr hilfreich, da die untypische Prämisse des Hintergrunds das Entwickeln längerer Handlungsbögen und Kampagnen erschwert.

Um dem Spielleiter weiteres Material an die Hand zu geben, folgt eine sehr detallierte Beschreibung der Spielwelt, in der vor allem unterschiedliche Machtblöcke und Völker erklärt werden.

Den Abschluss bildet ein einfaches Einstiegsabenteuer, mit dem der Spielleiter seine Runde elegant in den Rand der Gesellschaft des Imperiums der Menschheit einführen kann.

Die Schreibstil für den Umgang mit der finsteren Thematik ist sehr angenehm zu lesen und die Abbildungen wirken sehr hochwertig. Die Textmengen fallen jedoch etwas erschlagend aus, mit teilweise seitenlangen Bleiwüsten.

Fazit:
Schwarzer Kreuzzug hält genau, was er verspricht: Eine Umsetzung des beliebten Warhammer 40.000-Rollenspiels für die Seite der Bösen (solange das im W40k-Universum überhaupt eine sinnvolle Aussage ist). Wer darauf gewartet hat, wird bekommen, was er sich erhofft hat. Wer schon immer einmal die Bösen spielen wollte, kann ebenfalls bedenkenlos zugreifen.




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