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Dorian Hunter 20 - Devil's Hill
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 20.06.2013, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): Marco Göllner und Neal Davenport, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2013, Preis: 9,90 EUR


"Dorian Hunter: Dämonenkiller" ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den 70er Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

In Devil’s Hill trifft sich die schwarze Familie, die aus allen Teilen der Welt zusammengekommen ist, in einer Festung, um unter der Leitung des Syndikus Skarabäus Toth ein Konzil abzuhalten. Dabei werden Elemente der Papstwahl mit Krimis im Stile von Agatha Christies Hercule Poirot vermischt. Den Dämonen ist es beispielsweise nicht möglich, den magisch gesicherten Ort einfach zu verlassen. Erst wenn der Nachfolger Asmodis gefunden ist, öffnet sich die Zugbrücke. Damit sind Machtkämpfe in aufgeheizter Stimmung programmiert. Detektivische Elemente kommen hinzu, als in dieser erzwungenen Abgeschiedenheit der erste rätselhafte Mord passiert.

Voll ausgenutzt werden die Möglichkeiten dieser Konstellation aber in diesem Teil der Serie nicht. Schnell kommen übernatürliche Elemente hinzu, die für den Zuhörer zu teils unkalkulierbaren Wendungen führen. Die Auflösung kommt auch deshalb relativ banal daher. Dabei legen die Autoren zu Beginn interessante Fährten. Der Konkurrenzkampf um das höchste Amt der schwarzen Familie spitzt sich nämlich sehr bald auf zwei Kandidaten zu: auf einen mit niederländischem Dialekt (fast niedlich) sprechender Bewerber und die schon bekannte Figur Olivaro, der durch seine ruhige, stets lauernd überhebliche Stimme immer Verdacht erregt. So wie sich die Handlung zunächst entwickelt, scheint er die Fäden zu ziehen und Druck auf die Familie auszuüben, der ihn letztlich ins Amt spülen soll. Doch dieser politische Ansatz verpufft releativ schnell wieder - zumindest in diesem Teil der Serie. Vom Tisch ist aber aber noch nicht.

Am Ende steht die temporäre Neuformierung der Familie. Olivaro übernimmt auf Zeit die Führung und gibt die neue Losung aus: Hunters Gefährten sollen neutralisiert werden, um seine Position zu schwächen und ihn damit angreifbar zu machen.

Die grafische Gestaltung des neuen Teils der Serie, die Technik und die Musik sind wie gewohnt ohne Fehl und Tadel, ebenso die Sprecher. Hier macht Folgenreich keiner etwas vor.

Fazit: Devil’s Hill bietet interessante Ansätze, um im Kampf Hunters gegen die schwarze Familie ein neues Kapitel einzuläuten, bleibt aber für sich gesehen relativ banal. Aber vielleicht erleben wir in den kommenden Teilen noch eine Überraschung, denn nach dem aktuellen Stand sind Entwicklungen in verschiedenste Richtungen denkbar. Deshalb verbietet sich ein endgültiges Urteil vorerst.




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