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Dorian Hunter 19 - Richtfest
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 30.03.2013, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): Marco Göllner, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2012, Preis: 9,90 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den siebziger Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge, bevor er dann voll entwickelt seine Abenteuer bestehen kann: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Einige zentrale Fragen sind nach dem letzten Teil Kane unbeantwortet geblieben. Mit am drängendsten scheint die Einordnung des Hörspiels in die Reihe. Eine mögliche Ahnung vermittelt der neue 19. Teil Richtfest. Auch wenn die dunkle Familie ihres Kopfes beraubt worden ist, ist sie keinesfalls besiegt. Jetzt nimmt sie die Mitstreiter Dorian Hunters ins Visier.

Hunters Frau Lilian, die sich auch weiterhin in psychiatrischer Behandlung findet, wird deshalb auf einem kleinen Ausflug in das idyllische Dorf Cruelymoe von dem Secret-Service-Agenten Marvin Cohen begleitet - eine gute Entscheidung, wie sich zeigen soll.

Vor Jahren tötete ein Dämon ein Mädchen in Cruelymoe und aß von ihr. Den Männern des Dorfes gelang es, dem Dämon ein Bein abzutrennen und der Höllenbote rächte sich, indem er das Dorf mit einem Fluch belegte. Jedes Jahr wolle er wiederkehren und so viele Dörfler mit sich nehmen, wie er könne, bis ganz Cruelymoe zur Geisterlandschaft werde.
Aber die liebenswert wirkenden Dorfbewohner haben einen teuflischen Plan ersonnen, wie sie sich schützen können.

Mehr sollte man nicht zum konkreten Inhalt dieses geradlinigen, konventionellen Hörspiels schreiben. Für den Zuhörer ist schnell klar, wer bzw. was der Dämon ist und auch die Lösung am Ende kostet zwar Opfer, ist aber simpel.

Die grafische Gestaltung des neuen Teils der Serie, die Technik und die Musik sind wie gewohnt ohne Fehl und Tadel. Die Sprecher leisten dafür dieses Mal Besonderes. Es gab bisher keine Folge, die derart überzeugende Rolleninterpretationen zu bieten hatte. Aus dem ohnehin sehr guten Gros fällt besonders die Stimme der weiblichen Hauptrolle auf. Lilli Martha König - eine Sechsjährige - ist ein absolutes Talent, das mit einer unnachahmlichen Eindrücklichkeit spricht.

Fazit:
Richtfest kann mit seiner trivialen Horrorgeschichte nicht voll punkten, ist dafür aber ein Highlight beim Sprecherensemble und wird dadurch enorm aufgewertet. Deshalb empfehle ich das Hörspiel auf jeden Fall.




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