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Die Welten von Star Trek Deep Space Nine - Das Dominion - Fall der Götter
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 18.11.2013, Serie: Belletristik, Autor(en): David R. George III, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 203, Erschienen: 2013, Preis: 9,90 EUR


Eine der erfolgreichsten Serien der letzten fast 50 Jahre mit vielen Serien Spin-Offs ist Star Trek. Ein sehr erfolgreiches Spin-Off der Hauptserien ist Deep Space Nine, das nicht nur im Fernsehserienformat sehr erfolgreich war sondern im Buchformat noch immer sehr erfolgreich ist. Nach sieben Fernsehstaffeln sind die Staffeln Acht und Neun nur noch in Buchform erschienen und führten damit die Geschichte um die Station und die involvierten Völker fort.

Für die Zeit zwischen der achten und neunten Staffel entschieden sich die Macher der Serie für eine Übergangsreihe, die die Geschichten der Welten, die in Deep Space Nine eine Rolle spielen, und der Station zur nächsten Staffel führen sollen. Passend der Titel, Die Welten von Deep Space Nine. Mit dem sechsten Band "Das Dominion – Fall der Götter" wird die Reihe abgeschlossen und dies könnte nicht passender geschehen als mit einem Blick auf den Planeten der Gründer durch Odos Augen und dem langen Weg zum Individuum von Taran'atar, dem Jem'Hadar, der auf Befehle Odos auf Deep Space Nine Dienst tut.

Dabei könnten die Erlebnisse nicht unterschiedlicher und doch verbindender sein. Während Odo auf dem Planeten der Gründer stark in die Zukunftsplanungen der Gründer involviert ist, erfährt er auch viel über die Vergangenheit. Eine dieser Informationen verändert die Zukunftsplanung sehr stark, nämlich das Wissen um den Gott der Gründer, der sich angeblich jetzt wieder offenbart hat und auf dessen Leitung die Gründer nun warten. Die Götter verlieren immer mehr von ihrem göttlichen Status und auch die Entsendung der 100 führt zu internen Spannungen.
Auch für Taran'atar sind Spannungen nichts Unbekanntes, denn angespannt ist er andauernd und da er mittlerweile auch unter den Schwächen der anderen Rassen leidet, zum Beispiel unter Müdigkeit, ist für ihn nichts mehr wie es war. Da kommt ihm der Ausflug in das Gefängnis der Gründerin, die für den Krieg zwischen dem Dominion und der Föderation verantwortlich war gerade recht, um möglicherweise ein neues Ziel zu erhalten. Und tatsächlich findet er dort seine Bestimmung, die überraschender ist, als man es erwartet und auch anders ist, als auf den ersten Blick dargestellt.

Zwei unterschiedliche Protagonisten mit unterschiedlichen Zielen, die beide eine neue Welt entdecken müssen, um sich selbst zu finden. Dieser Weg wird für beide sehr gut dargestellt und zeigt deutlich, wie schwer beide es haben in ihrer jeweiligen neuen Umgebung akzeptiert zu werden beziehungsweise diese selbst zu akzeptieren. Ein ausgesprochen guter Roman in Bezug auf Charakterentwicklungen, die absolut logisch verlaufen und sehr interessant sind. Gut ist aber auch die Entwicklung der Gründer, die immer mehr erkennen und offenbaren, dass auch sie keine Götter sind. Toll geschrieben und mit einigen spannenden aber viel mehr nachdenklich machenden Stellen, die aber keineswegs schlecht sind. Kurzum, ein Buch, das man lesen sollte, wenn man die Gründer und die Jem'Hadar näher kennenlernen will.

Fazit: "Fall der Götter" ist ein würdiger Abschluss der Reihe Die Welten von Star Trek Deep Space Nine und ein würdiger Übergang zur 9. Staffel der Serie. Der Wandel steht dabei im Fokus, der Wandel der Gründer, weg von der Göttlichkeit, und der Wandel eines Jem'Hadar zur Menschlichkeit, mit allem was dazu gehört. Ein tolles Buch mit überzeugendem Inhalt, das eine tolle 9. Staffel verspricht.




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