Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Belletristik » Science Fiction » Star Trek - New Frontier - Finstere Verbündete

Star Trek - New Frontier - Finstere Verbündete
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 08.10.2013, Serie: Belletristik, Autor(en): Peter David, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 246, Erschienen: 2013, Preis: 12,80 EUR


Band 6 der aufregenden Saga um die "Excalibur" und seinen pragmatischen Captain Calhoun setzt direkt nach Band 5 an. Xyon, sympathischer Held des vorherigen Bandes, entpuppte sich nicht nur als Sohn des Captains, er brachte auch Kalinda zurück. Sie ist die Schwester des thallonianischen Botschafters Si Cwan, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, etwas Gehirnwäsche und chirurgischer Veränderung bei fremden Eltern aufgewachsen ist.
Soweit zur Vorgeschichte. Direkt nach eher unfreulichen Begegnungen mit den Erlösern, einer aggressiv-missionarischen Sekte, die mit Worten töten können, trifft die Excalibur gleich noch mal auf die Kapuzenmänner. Doch diesmal brauchen die Erlöser Calhouns Hilfe.

Was sich schon auf den ersten Blick als äußerst hirnrissig darstellt, wird tatsächlich schnell zur Farce. Der Heimatplanet der Erlöser steht kurz davor, von einem Phänomen verschlungen zu werden, das man "Schwarze Masse" nennt. Und dieses Ding "frisst" sogar Sonnen. Leider wissen die Erlöser sehr gut, wie man einen unwilligen Sternenflotten-Captain dazu bringt, ihnen – einer Rasse aus Sklaventreibern, Folterknechten und dogmatischen Diktatoren - zu helfen.
Natürlich darf neben all der externen Dramatik auch die interne nicht fehlen – sonst wäre das Ganze hier ja nicht Star Trek. Und so dreht sich diesmal alles um die Konflikte zwischen Xyon und seinen Vater Calhoun, bzw. Si Cwan und seine Schwester Kalinda, bzw. Si Cwan und Xyon oder auch gerne mal Xyon und Kalinda – Drama, Baby!
Man darf der New Frontier-Reihe aber zugute halten, dass sich hier die einem Lagerkoller ähnlichen, zwischenmenschlichen Dramen in Grenzen halten, was man z.B. von Next Generation nicht behaupten kann.
So liegt der Fokus stets auf dem eigentlichen Problem – wie "hilft" man Erpressern, ohne ihnen zu helfen? Calhoun wird Lösungen finden, die den Leser mit der Zunge schnalzen lassen - kurz bevor das wohl eigenartigste Ende seit den Sopranos sein Stelldichein gibt.

Fazit: Tut mir leid, aber diese Serie schafft es einfach nicht, mich zu enttäuschen. Jedes Buch ist herrlich erfrischend und fern jeglicher festgefahrener Geschichten und Sternenflotten-Regularien. Hier wird kein Franchise verwaltet, sondern wirklich zu neuen Ufern aufgebrochen – New Frontier eben. Kirk oder Picard? Blödsinn: Calhoun! Basta.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.