Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Belletristik » Science Fiction » Die Welten von Star Trek Deep Space Nine - Bajor - Fragmente und Omen

Die Welten von Star Trek Deep Space Nine - Bajor - Fragmente und Omen
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 18.11.2013, Serie: Belletristik, Autor(en): J. Noah Kym, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 224, Erschienen: 2012, Preis: 9,90 EUR


Für die Fans von Fernsehserien sind die langen Pausen zwischen den einzelnen Staffeln immer nur sehr schwer zu ertragen, insbesondere wenn die nachfolgenden Staffeln nicht nahtlos anschließen, sondern dazwischen noch Dinge passieren: Dinge, die für die Drehbuchautoren nicht wichtig genug sind, für die Fans der Serie aber essentiell. Für diese Fans wurden dann Romane geschrieben, die den Übergang zwischen den einzelnen Staffeln beschreiben.

Für den Übergang von der achten zur neunten Staffel von Star Trek - Deep Space Nine wurde die Reihe "Die Welten von Bajor" ins Leben gerufen, denn nach der ereignisreichen achten Staffel, die alle Welten beeinflusste, mussten für die Romane alle diese Welten auch in den Blick genommen werden. Nach Cardassia, Andor und Trill rücken im vierten Band "Fragmente und Omen" nun Bajor und natürlich die Station Deep Space Nine selbst in den Mittelpunkt der Reihe.

Drei Geschichten werden in "Fragmente und Omen" erzählt. Alle bringen Bajor und den Wandel, der dort trotz der konservativen Kultur nach den Ereignissen in der achten Staffel stattfindet, näher.
Die erste Geschichte dreht sich um die Vereinigung Bajors mit der Föderation und der Entscheidung, wer Bajor im Rat der Föderation vertreten soll - keine einfache politische Entscheidung, weil die Politiker Bajors selbst noch uneins über ihr weiteres Vorgehen sind, insbesondere, weil die alte Kluft zwischen ihnen und den Cardassianern nach wie vor deutlich vorhanden ist.
Die zweite Geschichte befasst sich mit einem Angriff auf ein kleines Dorf auf Bajor durch unbekannte Soldaten, die anschließend auch unerkannt mit einem Raumschiff fliehen. Die wahren Hintergründe dieses Verbrechens aufzuklären ist die Aufgabe Kira Nerys, der frischgebackenen Sternenflottenoffizierin und Leiterin der Raumstation Deep Space Nine. Sie findet bald heraus, dass hinter diesem Angriff mehr steckt, nämlich ein Angriff auf die Kultur der Bajoraner und dass die Gefahr noch nicht vorbei ist.
Derweil erlebt auf Bajor Jake Sisko, während er sich selbst finden will, ein großes Abenteuer und lernt Rena kennen, jene Frau, die Benjamin Sisko in einer seiner Visionen bereits gesehen hat. Während seiner Reisen lernt Jake aber nicht nur Rena kennen, sondern auch einiges über die bajoranische Kultur und die Verpflichtungen, die damit verbunden sind.

Drei Geschichten, die allesamt äußerst geschickt den Wandel auf Bajor, der trotz der konservativen Kultur vonstatten geht, zwischen der achten und der neunten Staffel der Fernsehserie erzählen - die Geschichten sind dabei nicht nur in Bezug auf den Wandel und die Kultur sehr informativ, sondern auch dank einiger überraschender Wendungen sehr spannend. Besonders gelungen sind aber die Fortführungen der Geschichten der einzelnen Protagonisten und ihrer Probleme. Alle passen zu den Erlebnissen der Figuren in der achten Staffel und auch im Buch ist die Entwicklung absolut rund. Hier wurde Vieles richtig gemacht und ich bin gespannt, was J. Noah Kym noch alles für Star Trek schreiben darf.

Fazit: "Fragmente und Omen" ist ein toller Roman, der die Entwicklungen auf Bajor nach der achten Staffel der Fernsehserie Deep Space Nine gekonnt erzählt und dabei sowohl die bajoranische Kultur als auch die einzelnen Schicksale der bekannten Figuren der Serie in den Blick nimmt und deren Geschichten fortschreibt. Kurzum, ein toller Roman, der Lust auf mehr macht und der auch unabhängig von den anderen Romanen der Reihe gelesen werden kann, sollte man sich nur für Bajor interessieren.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.