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Chew - Bulle mit Biss 4: Flambiert
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 20.01.2013, Serie: Comics, Autor(en): John Layman, Rob Guillory, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 128, Erschienen: 2012, Preis: 16,80 €


Chew – Bulle mit Biss ist mittlerweile bei seinem vierten Band angelangt und wird dabei kein bisschen leiser. Schon als der erste Band erschien, war klar, dass hier etwas Großes entsteht, denn eine solche Geschichte hatte vorher nun wirklich noch niemand gelesen - und vor allem so etwas abstruses. In einer Welt, in der dank Vogelgrippe, der Verzehr von Federvieh strikt untersagt ist und bei Höchststrafe verfolgt wird, ist Agent Chew fast einer der Normalsten. Und das obwohl er mit einem Bissen herausfinden kann, wie sein Essen heißt und vieles mehr.

Nachdem wir drei Bände voller mysteriöser, irrwitziger Action und die skurrilsten Gruppierungen im Kampf um das Huhn im Allgemeinen und seine Wiederverwertung im Besonderen miterleben durften, gipfelt alles in diesem Band. Es beginnt damit, dass urplötzlich flammende Buchstaben am Himmel erscheinen, die niemand entziffern kann.
Und wie es sich für eine zivilisierte Welt gehört, dreht die Bevölkerung am Rad und flippt aus. Keiner hält sich mehr an die Vorschriften. Wieso auch? Schließlich ist das Ende der Welt nah, es stehen ja immerhin flammende Buchstaben am Himmel. Chew muss der Sache auf den Grund gehen.
Zur Seite stehen ihm dabei wie immer sein leicht cholerischer Kollege John mit einem halben Cyborg-Gesicht, die Amerikanische Landwirtschaftsbehörde, die eigentlich nur aus weiblichen Killermaschinen besteht und nun auch seine Schwester, die wie sich herausstellt, auch eine Agentin ist.
Und natürlich dürfen auch all die alten Widersacher nicht fehlen, an erster Stelle Überläufer Mason, der die gleichen Fähigkeiten hat, wie Chew. Alles gipfelt in einem Showdown der köstlichen Art und endet mit einem Cliffhanger, der Lust macht, auf Nachtisch - ach was, auf ein ganzes Nachtisch-Buffet.

Fazit: Chew ist einfach köstlich. Die Serie hat sich gar nicht erst mit der Vorspeise aufgehalten und serviert nun Hauptgang nach Hauptgang, einer köstlicher als der andere. Im vierten Band wird das Ganze noch flambiert, in einen Eimer gekippt, alles schön verrührt und mit Champagner übergossen. Und das Schöne: Voll ist man noch lange nicht. Bitte nicht aufhören, dieses große Fressen hat man noch lange nicht satt!




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