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Das aureanische Zeitalter 2 - Im Schatten des Verrats
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 04.03.2013, Serie: Belletristik, Autor(en): Alexander Merow, Verlag: Engelsdorfer Verlag, Seiten: 292, Erschienen: 2012, Preis: 12,95 Euro


Während viele Fans von Filmen oftmals monieren, dass ihr Lieblingsfilm nie einen zweiten Teil oder eine ganze Reihe von Sequels oder sogar Prequels bekommen hat, obwohl dies ironischerweise doch der Fall war, freuen sich die Leser von Romanen sehr häufig über die Folgebände einer Reihe und machen oftmals sogar Druck, weil es ihnen nicht schnell genug geht. Autoren wollen natürlich kein schlechtes Werk abliefern, nur weil die Fans Druck machen und verfolgen deshalb meist den Rat, dass gut Ding eben Weile haben will.

Alexander Merow hat sich für das Schreiben seines zweiten Buches der Reihe Das aureanische Zeitalter, "Im Schatten des Verrats" genau so viel Zeit genommen, wie nötig und möglich war, um seine Fans nicht zu enttäuschen und doch ein gutes Buch abzuliefern. Abermals gibt es im Buch zwei gleichzeitig ablaufende Handlungsstränge: zum einen die militärischen Abenteuer des Protagonisten Flavius Princeps und zum anderen die Ereignisse auf der Erde nach der Ermordung des konservativen Imperators durch die Optimaten unter der Führung Juan Sobos'.

Jener Juan Sobos hat, dank seines Einflusses im Senat, bereits kurz nach dem Tod des Imperators eine Mehrheit und lässt sich selbst zum Imperator ernennen. Mit noch größerer Macht als zuvor setzt er nun seinerseits Reformen um, die allerdings nicht an das goldene Zeitalter erinnern und dieses wieder entstehen lassen. Seine Reformen dienen zum einen der kompletten Umwälzung der Gesellschaft und zum anderen seiner Machtsicherung. Die Umwälzung der Gesellschaft hilft dem letzteren Ziel, denn die Anaureaner sollen nun vollwertige Mitglieder der Gesellschaft werden und mit ihrer Masse die Aureaner ins Abseits drängen. Dank der Macht über die Medien ist Sobos' Ziel sehr nah und der einzige, der seinem Erfolg im Weg steht, ist Aswin Leukos, der Feldherr der Erde und loyaler Anhänger des alten Imperators. Der befindet sich jedoch gerade auf dem Rückweg zur Erde und weiß noch gar nichts von dem Schicksal, das seinen Imperator und Freund ereilt hat. Genau diese Unwissenheit will Sobos ausnutzen, indem er Aswin eine Falle stellt. Dieser Falle kann der Feldherr nur mit Mühe und Not entkommen und muss sich, immer noch nicht wissend, was auf der Erde vor sich geht, nach Thracan zurückziehen. Währenddessen wird Flavius auf dem Eisplaneten Colod mit Dingen konfrontiert, die ihn an seine Zeit auf der Forschungsmission erinnern und die endlich zu Antworten führen, ob außerirdisches Leben wirklich existiert. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt und am Ende des Buches scheint es nur einen Gewinner zu geben, den neuen Imperator Juan Sobos: auch ein Grund, wieso man sofort das nächste Buch der Reihe lesen will.

Das Buch selbst steigert den Wunsch nach weiteren Bänden aber noch auf andere Weise. Wie beim ersten Band ist auch dieser äußerst spannend und interessant. Für Spannung sorgen dabei vor allem die Kämpfe, für das Interessante die Beschreibungen der Politik auf der Erde. Die Kämpfe, die diesmal sowohl im Weltall als auch auf Planeten stattfinden, sind wirklich gut beschrieben. Sie laufen als Kopfkino vor dem geistigen Auge ab, während man die Beschreibungen liest. Die Kämpfe auf Colod sind dabei hervorzuheben, denn der Kampf gegen den außergewöhnlichen Gegner dort hat es wirklich in sich. Die Politik auf der Erde, der interessante Aspekt, macht recht eindringlich klar, wie einfach es ist, Macht auszuüben, wenn man die Medien kontrolliert und nicht als vierte Gewalt im Staat unabhängig belässt. Neben diesen Faktoren sind es aber auch die Protagonisten und Antagonisten, die überzeugen können. Alle Figuren entwickeln sich logisch und geben mehr über ihre Vergangenheit preis, was diese zu immer runderen Figuren werden lässt, von denen man in den folgenden Büchern noch viel erwarten kann.

Fazit: Nach einem gelungenen Reihenstart in Das aureanische Zeitalter, geht es mit "Im Schatten des Verrats" noch etwas besser weiter. Tolle Kampfszenen, die wie im Kino vor dem geistigen Auge ablaufen und tolle Protagonisten und Antagonisten mit unterschiedlichen Zielen und guten Ideen, diese umzusetzen. Mehr kann man eigentlich nicht verlangen - es sei denn einen dritten Band.




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