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Mondo Sapiens
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 08.01.2013, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Michael Schacht, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2012, Preis: 29,95 Euro


Das wuselige Legespiel Mondo von Michael Schacht erschien im Februar 2011 und wurde im gleichen Jahr auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres gewählt.
Es gab einige Erweiterungen dazu, bevor etwa ein Jahr nach dem Original mit Mondo Sapiens überraschend ein eigenständiges neues Spiel nach dem gleichen Muster auf den Markt kam.

In beiden Spielen geht es darum, auf einem vorgegebenen Spielplan Landschaften zu bilden. Die dazu nötigen Plättchen liegen als großer Haufen zwischen den Spielern, so dass jeder darin herum wühlen und die für ihn passenden Plättchen heraussuchen darf. Alle Spieler spielen gleichzeitig.
Alle Plättchen sind zweiseitig bedruckt, wobei die Rückseite jeweils eine komplette Landschaft zeigt, während die Vorderseite mit verschiedenen Landschaftsteilen bedruckt ist.
Die sogenannte "Weltentafel" wird zum Aufbau der eigenen Welt benutzt, die spätestens nach sieben Minuten vollendet werden muss. Die Zeit wird dabei mit einer runden Eieruhr gemessen, die viel zu schnell ihr nervtötendes Klingeln ertönen lässt.
Beim Auslegen sollten die Landschaften zusammenpassen, ebenso sollten alle Felder belegt sein. Ist dies nicht der Fall, gibt es bei der abschließenden Wertung Minus-Punkte.
Ebenfalls zu beachten sind die auf den Plättchen aufgedruckten Vulkane: inaktive Exemplare sind normalerweise harmlos, aber aktive Vulkane führen bei mindestens einem Spieler zu Punktabzügen.
Das Spiel geht über drei Runden; wer danach die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Bis zu dieser Stelle sind Mondo und Mondo Sapiens praktisch deckungsgleich, wenn auch die Plättchen des neuen Spiels etwas anders aufgebaut sind.
Der erste größere Unterschied zwischen den beiden Versionen des Spiels sind die Straßen, die bei Mondo Sapiens eine neue Möglichkeit geben, Punkte zu machen.
Statt vier Weltentafeln liegen dem neuen Spiel außerdem acht doppelseitig bedruckte Pappbögen bei, die neue Spielvarianten durch weitere Symbole ermöglichen, durch deren Nutzung man Bonuspunkte sammeln kann.
Weggefallen sind hingegen die Sonderwertungen von Mondo, die über Karten ausgelöst wurden. Dafür gibt es jetzt zusätzliche Dorf- und Gebäude-Wertungen, die über spezielle Plättchen ausgelöst werden und sich wiederum auf neue Elemente der Lege-Plättchen beziehen.

Fazit:
Wer sich für ein interessantes Legespiel wie das beschriebene interessiert, dem würde ich aber auf jeden Fall zum Kauf von Mondo Sapiens raten. Es bietet ein zeitgesteuertes Spielerlebnis, das jedoch nicht in das wilde und übertrieben hektische Agieren ausartet, welches man oft bei solchen Spielen erlebt.
Wer jedoch Mondo bereits besitzt, muss sich Mondo Sapiens nicht unbedingt zulegen, da sich das Spielgefühl beider Versionen durchaus ähnelt.
Ich halte die neue Version des Spiels jedoch im Zweifelsfall für die bessere Wahl, da sie viele zusätzliche Möglichkeiten bietet, die das Original nicht hatte. Diese Neuerungen kann man außerdem ganz nach Geschmack der Spieler einsetzen, kombinieren oder weglassen.
Zusammen mit der größeren Anzahl an Weltentafeln ergibt sich daraus also bei Mondo Sapiens zusätzlich ein deutlich höherer Wiederspielwert, ohne dass man allzu viele Elemente der Ursprungsversion verliert.




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