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Unter Schwarzer Flagge Band 1 - Gischt und Blut
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 12.06.2012, Serie: Comics, Autor(en): Eric Corbeyran, Brice Bingono, Verlag: Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Seiten: 48, Erschienen: 2011, Preis: 13,80 Eur


Käpt’n Dan Dark, Herr des Piratenschiffs "Black Joke" ist in Besitz einer Schatzkarte, die ihm legendäre Besitztümer bringen soll. Doch diese ist verschlüsselt und es gibt nur einen Mann, der dieser Karte ihr Geheimnis entlocken kann. Doch wo sich dieser Mann aufhält, ist ebenfalls unbekannt.

Also macht Dark genau das, was ein Pirat machen muss: Er findet die Person, die seiner Crew den Aufenthaltsort des Mannes nennen kann. Und wie es sich für eine ordentliche Piratengeschichte gehört, ist auch das natürlich nicht so einfach, denn es handelt sich dabei um die Enkelin des gesuchten "Übersetzers". Und diese ist natürlich alles andere als willig, dem Schurken weiterzuhelfen.

Zur Seite steht Dark eine skrupellose Crew, insbesondere die attraktive, aber nicht minder brutale Bonnie, welche den absoluten Stereotyp einer Piratenbraut darstellt. Wo sie hinschlägt wächst kein Gras mehr und zur Folter hat sie auch eine recht liberale Einstellung.

"Gischt und Blut", der erste Band dieser Reihe, ist nicht mehr als eine Hinführung. Man lernt schnell die Crew und ihren Auftrag kennen und kommt rasch in die Handlung hinein, welche rasant fortschreitet. Das ist gut für den Comic, allerdings ein wenig zu glatt für die Geschichte an sich. Für ein handfestes Piratenabenteuer geht alles ein wenig arg zügig vonstatten. Der Leser rast nur so durch die Geschichte. Man möchte fast glauben es gäbe so viel zu erzählen, dass es keine Zeit zu verlieren gibt.

Ein wenig mag das vielleicht sogar stimmen: Wer die klassischen Splitter-Bände kennt, weiß wie schmal diese sind. Aber eine gut inszenierte Piratenstory, braucht Zeit, um nicht zu einer bloßen Mantel-und-Degen-Schmonze abzugleiten. Diese Gefahr besteht bei Unter schwarzer Flagge aber zumindest noch nicht, dafür rollen einfach zu viele Köpfe, von den sehr anzüglichen Szenen mit Bonnie ganz zu schweigen.

Fazit: Unter schwarzer Flagge macht definitiv Lust auf mehr, könnte aber ein wenig auf die Bremse treten um dem Leser Zeit für einen tieferen Einblick in die Beweggründe der Charaktere zu geben, über die man eigentlich so gut wie gar nichts weiß. Schauen wir einfach mal, wie sich die Serie weiter entwickelt.




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