Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Comics » Zombies, Teil 2: Von der Kürze des Lebens

Zombies, Teil 2: Von der Kürze des Lebens
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 13.06.2012, Serie: Comics, Autor(en): Olivier Peru, Sophian Cholet, Verlag: Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Seiten: 48, Erschienen: 2011, Preis: 13,80 Eur


Sam und Josh sind mittlerweile feste Mitglieder der Gruppe Überlebender um den Schauspieler Lapointe. Während der kleine Junge Josh sich von seinen Verletzungen erholt, steht die Gruppe kurz davor sich auf einer Insel niederlassen zu können. Doch auf einem Erkundungsflug findet Sam ein Bild seiner kleinen Tochter, deren Suche ihn bisher antreibt. Außerdem trifft er auf eine Gruppe Soldaten, die sich auf einem Flugplatz verschanzen.

Spätestens beim Stichwort "Soldaten" sollte jedem Fan des Genres klar werden, dass Ärger im Anmarsch ist. Dies ist zumindest der allgemeine Stereotyp. Bisher kommen aber alle Beteiligten miteinander gut aus – von den üblichen "Reibereien" mal abgesehen. Dies ist definitiv ein Alleinstellungsmerkmal des Comics. Harmonie unter der Zombiebedrohung, wo gibt es denn so was noch?

In der [url=http://www.lorp.de/rezensionen/show.asp?id=2304]Rezension zu Band 1[/url] dieser Serie war der Autor dieser Zeilen noch skeptisch, ob es Zombies gelingt, sich zu etwas Besonderem zu entwickeln. Bis hierher klingt es sicherlich nicht danach.

Doch dann kommt es, das was das Comic nun wirklich aus der Masse hervorstechen lässt, denn "Masse" ist gleichzeitig das Stichwort. Das, was dieses Comic hat und Splitter in seinem Großformat erst richtig zur Geltung bringt, ist die Darstellung einer gigantischen Zombieflut!

Was macht eine Zombiebedrohung aus, was macht ein lahmes, eigentlich harmloses Wesen gefährlich, wovor kann man sich nicht verstecken? Masse! Nicht weniger erwarten wir von einer konsequenten Zombie-Umsetzung.
Um es auf den Punkt zu bringen: Nachdem die grundlegenden Elemente der Geschichte bereitgestellt wurden, kommt die Flut. Es müssen hunderttausende Zombies sein, die sich über das Land bewegen und unsere Protagonisten liegen mitten in ihrer "Zugbahn".

Wow, gerade als man glaubt, dass es sich in dieser "Apokalypse" ganz gut leben lässt, gibt es eine Doppelseite mit Blick aus dem Helikopter und man glaubt, es sei ein Öltanker ausgelaufen: Ein einziger schwarzer Fleck aus Zombies bis zum Horizont!

Warum sich diese Masse in eine bestimmte Richtung bewegt, hat natürlich einen Grund, doch dieser wird hier natürlich nicht verraten. Auch hat Sam noch eine kleine Besonderheit auf Lager, die er bisher allen Beteiligten verschwiegen hat. Man merkt also, die Serie bekommt Tiefgang und endlich auch eine reelle Bedrohung, wenn auch erst richtig in Band 2. Jetzt macht Zombies definitiv Lust auf mehr!

Handwerklich gibt es wieder einmal nichts zu meckern, Splitter steht für gut verarbeitete, wenn auch meist recht schmale Hardcover-Großformate. Dies kann der Verlag nun gut für die Zombie-Massenszenen nutzen.

Fazit: Wer sich nach Zombie-Massenszenen sehnt, die es so noch nicht gegeben hat, der darf diese Serie nicht verpassen. So muss Zombie-Horror sein - der Grundstein ist gelegt, jetzt heißt es bloß nicht auf die Bremse treten!




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.