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Fluxx
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 29.04.2012, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Andrew Looney, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 7,98 €


Seit 1997 ist Fluxx in verschiedenen Editionen bei verschiedenen Verlagen herausgekommen. 2003 gab es auch bereits einmal eine deutsche Ausgabe bei Amigo-Spiele. Seit 2011 hat Fluxx seine Heimat nun bei Pegasus Spiele gefunden.

Die Grundregeln sind sehr einfach: man zieht eine Karte vom Zugstapel und spielt eine Karte aus. Mit vielen Karten kommen jedoch neue Regeln ins Spiel, die entweder die bestehenden ergänzen oder diese ersetzen.
Ebenso ist am Anfang nicht klar, wie man das Spiel eigentlich gewinnt; auch dies ergibt sich erst im Verlauf des Spiels, wenn nämlich ein "Ziel" ausgespielt wird. Doch wenn man gerade versucht, sich darauf einzustellen, wie man denn nun gewinnen kann, liegt schon wieder ein neues Ziel aus - und jetzt hätte man die gerade abgelegte Karte gut gebrauchen können.
Man gewinnt normalerweise, indem man zwei bestimmte Karten vor sich ausliegen hat (sogenannte "Sammler"). Da sich die Regeln aber ständig ändern, ist es schwer vorherzusagen, wann man dem Sieg nahe ist oder wann man mit dem Ausspielen einer Karte jemand anders den Sieg schenkt. Irgendwann hat dann jemand gewonnen, aber eigentlich ist das dann schon fast egal.

"Die Regeln bestimmen Sie!"
So zumindest verspricht es der Untertitel dieses chaotischen Ablegespiels. Aber leider ist das Durcheinander an Regeln so undurchschaubar und willkürlich, dass man eher gespielt wird, als dass man selbst spielt. Manchmal liegen so ungünstige Regelkarten aus, dass das Spiel praktisch stoppt, weil man nichts Sinnvolles machen kann, bis diese Karten wieder verschwinden. Dann sammeln sich mehr und mehr Karten auf der Hand des Spielers, weil er sie einfach nicht spielen kann.
Dazu kommt, dass man einmal ausliegende Regelkarten nur dann abwerfen darf, wenn man eine neue Regelkarte auslegt, die der aktuell geltenden widerspricht. Einige der Karten sind aber so geschrieben, dass sie keiner anderen widersprechen. Bleiben dann alle Karten liegen, oder kann man auch so eine ungeliebte Regelkarte loswerden? Die Regeln lassen uns hier leider im Stich.
Verwirrend ist auch, dass man für ein recht müdes Wortspiel ("Sammler" und "Gammler" für gute und schlechte Karten, die man vor sich auslegt) die an sich sehr gute Übersetzung "Motiv" aus der alten Version weggelassen hat.

Fazit: Letztendlich kann ich nur sagen, dass jeder, der irgendeinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben oder gar taktisch oder strategisch spielen möchte, mit Fluxx garantiert nicht glücklich wird. Das Spiel ist eigentlich nur als einfacher Anheizer oder Absacker für eine Spielrunde geeignet. Und auch dafür gibt es meiner Ansicht nach deutlich bessere Spiele.




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